Power Macintosh G5 und eMac

Power Macintosh G5

Der Power Mac G5 (links) im Vergleich zum Mac Pro

Der Power Mac G5 (links) im Vergleich zum Mac Pro

Der Power Mac G5 führte das zuvor bei den PowerBooks eingeführte Aluminium als Gehäusematerial in der Power Macintosh-Reihe ein. Er benutzte neue PowerPC 970-Prozessoren von IBM, von Apple als G5 vermarktet. Der Power Mac G5 hatte ein ausgeklügeltes Belüftungssystem mit neun Ventilatoren in vier unabhängigen Kühlzonen. Die Prozessoren selbst wurden durch passive Kühler gekühlt. Ab Mitte 2004 wurde von Apple erstmals serienmäßig ein Flüssigkeitskühlsystem im Topmodell mit Dual-2,5 GHz-Prozessoren verbaut (seit April 2005 war nur das duale 2,7 GHz-Topmodell wassergekühlt, seit Oktober 2005 nur der Quad mit zwei Doppelprozessoren).

Geöffneter Power Macintosh G5

Geöffneter Power Macintosh G5

Wurde das Gehäuseseitenteil abgenommen, konnte durch eine Plexiglasabdeckung ein Blick ins Innere bei laufendem Betrieb geworfen werden.

Das letzte Einprozessormodell (mit 1,8 GHz, von Apple „late 2004“ genannt, mit PCI-Bus und 600-MHz-FSB) wurde im Oktober 2004 eingeführt. Die Architektur unterschied sich grundlegend von allen anderen G5-Power-Macs, da der Systemaufbau dem iMac G5 (Rev A) gleicht. Statt PMU besitzt dieses Modell eine SMU, sowie U3lite- und Shasta-Controller. Bereits im Juni 2005 (es war allerdings bis Juli 2005 noch in Europa erhältlich) wurde das Gerät, das bis dato nie zuverlässig funktionierte, vermutlich aufgrund von Serienfehlern eingestellt. Im November 2005 – also lange nach Bekanntwerden des Fehlers – hat Apple eine Firmware-Aktualisierung veröffentlicht, mit dem die Rechner zuverlässig funktionieren.

Es waren zuletzt (von Oktober 2005 bis August 2006) drei Modelle (mit einer Dual Core 2,0 GHz CPU, mit einer Dual Core 2,3 GHz CPU sowie das teuerste Modell mit zwei Dual Core CPUs à 2,5 GHz, alle mit PCI-Express) erhältlich. Alle diese Modelle verwendeten die Chipkombination U4/K2 mit PCI-Express-Bridge. Viele Exemplare dieser Modellreihe – insbesondere diejenigen mit 2 × 2,3 GHz – haben einen Serienfehler im Netzteil; für Geräte mit bestimmten Seriennummern werden defekte Netzteile von Apple auch außerhalb der regulären Garantiezeit kostenlos getauscht.

Alle Quad Core- und Dual Core-Power-Mac-G5-Modelle unterstützten zusätzlich bis zu vier Grafikkarten, die in die PCI-Express-Steckplätze eingebaut werden konnten und an denen jeweils bis zu zwei 23?-Apple-Cinema-Displays angeschlossen werden konnten.

Der Power Mac G5 war der erste 64-Bit-PC von Apple. Ab Mac-OS-Version 10.5 „Leopard“ laufen auch GUI-Programme im 64-Bit-Modus (dies war unter früheren Versionen von Mac OS X nur mit Kommandozeilen-Programmen möglich).
Am 7. August 2006 wurden die letzten Macs mit PowerPC- durch Rechner mit Intel-Prozessoren ersetzt; Nachfolger des Power Mac G5 ist der Mac Pro.
Modellübersicht Power Mac G5

Im Wesentlichen wurden folgende Varianten des Power Mac G5 von Apple gebaut:

  • Sept. 2003: Ursprüngliches Modell (PCI oder PCI-X)
  • Juni 2004: Leicht überarbeitetes Modell mit etwas geringerem Stromverbrauch
  • Okt. 2004: Einprozessor-Billigmodell „late 2004“ (PCI) mit iMac-Architektur.
  • Okt. 2005: Dual-Core-Modelle mit PCI-Express-Steckplätzen.

eMac (2002)

eMac (2002)

eMac (2002)

Der eMac ist ein von Apple und ursprünglich nur für den Bildungsmarkt konzipierter Computer. Er wurde im April 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Aufgrund hoher Kundennachfrage gab es ihn offiziell auch für Kunden zu kaufen, die nicht aus dem Bildungsbereich stammen. Der eMac kann als Nachfolger des Ur-iMac angesehen werden, denn er hat das gleiche Komplettrechner-Design mit Rechner und Monitor in einem Gehäuse wie dieser, allerdings einen größeren 17″-Röhren (CRT)-Monitor und einen Wechsel auf die nächsthöhere Prozessorgeneration.

Technische Daten

Ursprüngliche Version (vorgestellt am 29. April 2002)

  • Markteinführung 4. Juni 2002
  • 700 oder 800 MHz PowerPC G4 Prozessor
  • 100 MHz System Bus
  • 128 oder 256 MB PC100 SDRAM (erweiterbar bis maximal 1 GB SDRAM)
  • Nvidia GeForce2 MX 3D AGP 2X Grafik
  • 17-Zoll CRT Röhrenbildschirm
  • 2 integrierte USB- und 2 Firewire-Anschlüsse
  • 18 Watt Stereo Lautsprecher
  • Eingebautes Mikrofon
  • Eingebautes Modem
  • CD-ROM oder Combo drive
  • 40 GB Festplatte
  • AirPort vorbereitet

Erste Revision (vorgestellt 6. Mai 2003)

  • 800 MHz oder 1 GHz PowerPC G4 Prozessor
  • 133 MHz System Bus
  • 128 oder 256 MB PC133 SDRAM (erweiterbar auf maximal 1 GB SDRAM)
  • ATI Radeon 7500 AGP 4x (32 MB DDR SDRAM)
  • 17-Zoll CRT Röhrenbildschirm
  • 2 integrierte USB- und 2 Firewire-Anschlüsse
  • 18 Watt Stereo Lautsprecher
  • Eingebautes Mikrofon
  • Eingebautes Modem
  • CD-ROM, Combo Drive oder SuperDrive (2x, CD und DVD Brenner)
  • 40, 60 oder 80 GB Festplatte
  • AirPort Extreme vorbereitet

Zweite Revision (vorgestellt 13. April 2004)

  • 1 GHz oder 1.25 GHz PowerPC G4 Prozessor
  • 167 MHz System Bus
  • 256 MB DDR SDRAM (erweiterbar bis maximal 1 GB DDR SDRAM)
  • ATI Radeon 9200 Grafik (32 MB DDR SDRAM)
  • 17-Zoll CRT Röhrenbildschirm
  • 2 integrierte USB- und 2 Firewire-Anschlüsse
  • 18 Watt Stereo Lautsprecher
  • Eingebautes Mikrofon
  • Eingebautes Modem
  • Combo Drive oder SuperDrive (4x, CD und DVD Brenner)
  • 40 oder 80 GB Festplatte
  • AirPort Extreme vorbereitet

Dritte Revision (vorgestellt 3. Mai 2005)

  • 1.42 GHz PowerPC G4 Prozessor
  • 167 MHz System Bus
  • 256 MB oder 512 MB DDR SDRAM (erweiterbar bis maximal 2 GB DDR SDRAM)
  • ATI Radeon 9600 graphics (64 MB dedicated DDR SDRAM)
  • 17-Zoll CRT Röhrenbildschirm
  • 2 integrierte USB 2.0 und 2 Firewire-Anschlüsse
  • 18 Watt Stereo Lautsprecher
  • Eingebautes Mikrofon
  • CD-ROM Laufwerk, Combo drive (DVD-ROM/CD-RW) oder SuperDrive (16x DVD+R DL/DVD±RW/CD-RW)
  • 80 oder 160 GB Festplatte
  • AirPort Extreme vorbereitet
  • Bluetooth
  • Mac OS X version 10.4 Tiger

Nachfolger

Nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Erscheinen der neuen iMac-Generation mit Intel-Prozessor im Januar 2006 stellte Apple den Vertrieb von eMacs Ende 2005 ein.
Als Nachfolger wurde im Juli 2006 eine spezielle Version des 17-Zoll-iMacs eingeführt, die über eine weniger leistungsfähige Grafikhardware und ausschließlich ein ComboDrive verfügt. Im Gegensatz zum Standardmodell fehlt außerdem die Apple Remote-Fernbedienung und das integrierte Bluetooth-Modul. Durch diese Einsparungen wurde der Preis für den Bildungs-iMac auf 938 Euro gesenkt. Nachdem der neue iMac einige Tage im Bildungs-Store von Apple zu bestellen war, wurde er für einige Zeit aus dem Endkundenbereich entfernt und war seit der Einführung des 24″ iMacs nun auch für Endkunden wieder bestellbar.
Nach Vorstellung des Aluminium-iMacs wurde zusammen mit dem 17″ iMac auch der Bildungs-iMac aus dem Programm gestrichen.

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