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Die wichtigsten Auftritte von Steve Jobs im Video

Dies ist meine persönliche Auswahl der wichtigsten öffentlichen Auftritte von Steve Jobs, die häufig im Rahmen von Macworld-Keynotes abliefen:

Warnung vor „Big Brother“ IBM und Preview des Macintosh-Werbespots (Herbst 1983)

 

Im Herbst 1983 führte Steve Jobs vor Mitarbeitern von Apple den berühmten „1984“-Werbespot für den ersten Apple Macintosh vor und stimmte sein Team auf bevorstehenden Launch des Macs ein. Das große Feindbild war damals nicht Microsoft, sondern IBM.

Präsentation des Apple Macintosh (24. Januar 1984)

Bühne der wohl bedeutendsten Produkt-Einführung von Apple war nicht eine Messe wie die Macworld Expo, sondern die Aktionärsversammlung der Apple Computer Inc. am 24. Januar 1984. Jobs rezitierte Bob Dylan und ließ sich von dem ersten Mac als sein „geistiger Vater“ feiern.

Demo NeXTSTEP Release 3 (1992)

1985 verließ Steve Jobs im Streit mit dem damaligen Apple-CEO John Sculley, die Firma, die er mitbegründet hatte. Aus seinem Aktienvermögen finanzierte er dann seinen Einstieg ins Animationsfilm-Geschäft (Pixar) und baute eine neue Computerfirma (NeXT) auf. NeXT blieb der große kommerzielle Durchbruch versagt, aber das Betriebssystem NeXTSTEP (hier eine Video-Demo aus dem Jahr 1992) war bahnbrechend. Etliche dieser Innovationen landeten später zusammen mit Steve Jobs wieder bei Apple und wurden Bestandteil von Mac OS X.

Steve Jobs über Microsoft (1995)

 

Als CEO von NEXT nahm sich Steve Jobs in der TV-Doku „Triumph of the Nerds“ (1995) die Freiheit heraus, das zu sagen, was er wirklich über Microsoft dachte.

The only problem with Microsoft is they just have no taste, they have absolutely no taste, and what that means is – I don’t mean that in a small way I mean that in a big way. In the sense that they they don’t think of original ideas and they don’t bring much culture into their product ehm and you say why is that important – well you know proportionally spaced fonts come from type setting and beautiful books, that’s where one gets the idea – if it weren’t for the Mac they would never have that in their products and ehm so I guess I am saddened, not by Microsoft’s success – I have no problem with their success, they’ve earned their success for the most part. I have a problem with the fact that they just make really third rate products.

Später hat er sich angeblich bei Bill Gates für dieses Statement entschuldigt.

Der Kniefall vor Microsoft – Macworld Expo Boston 1997

Als Steve Jobs 1997 zu Apple zurückkehrte, stand das Unternehmen fast am Abgrund. Jobs beendete sofort die Lizensierung des Macintosh-Betriebssystems an Mac-Clone-Hersteller wie Power Computing oder UMAX, killte das Newton-Projekt von John Sculley und schloss einen Burgfrieden mit Microsoft. Etliche Besucher der Macworld Expo in Boston konnten es nicht fassen, dass ausgerechnet Bill Gates als der weiße RItter ausgesucht wurde.

Vorstellung des ersten iMacs, Macworld Expo 1998

Ein Jahr nach seiner Rückkehr zu Apple präsentierte Steve Jobs das erste Ergebnis seiner Erneuerungsarbeit bei Apple und präsentierte den ersten iMac. Gleichzeitig räumte Jobs die unübersichtlich gewordene Produktpalette von Apple auf und entdeckte die privaten Anwender wieder als wichtige Zielgruppe. Der iMac war von Beginn an auf das Internet ausgerichtet und verhalf Technologien wie dem USB-Port zum Durchbruch.

Präsentation iBook, Macworld Expo New York 1999

Im Sommer 1999 renovierte Jobs dann die Palette der mobilen Computer. Das iBook setzte wie der iMac Designtrends und sorgte dafür, dass sich die wirtschaftliche Erholung von Apple fortsetzte.

Ich kann mich noch genau an diese Keynote im sommerlichen New York erinnern. Vor dem Event hatte selbst der deutsche Apple-Sprecher keine Ahnung, welches Produkt Steve Jobs als „One More Thing“ aus dem Hut zaubern würden. Und als wir nach der Keynote aus dem auf frostige Temperaturen klimatisierte Javits Center wieder raus in die New Yorker Hitze kamen, war jede Metro-Station mit dem dem neuen iBook plakatiert. Ich dachte damals nur: „Wow, wie haben die das nur auf die Reihe bekommen.“ Damals spielten Gerüchte-Sites wie Apple Insider noch kaum eine Rolle und Apple hatte seine Lieferantenkette was die Geheimhaltung anging noch vollkommen im Griff. Heute sind die Neuheiten eines Apple-Events oft schon vorab bekannt, weil von irgendwelchen asiatischen Zulieferern oder Zubehörherstellern Fotos im Netz auftauchen.

Vorstellung Mac OS X, Macworld Expo 2000

Nachdem Apple unzählige Millionen Dollar in das nie veröffentlichte Betriebssystem Copland gesteckt hatte, entschied sich die Führungsetage zu einem kompletten Neustart auf der Basis von NeXTSTEP. Mit dem OS kam auch Steve Jobs wieder zu Apple zurück und präsentierte dann im Frühjahr 2000 das neue Mac OS X. Das System war damals noch buggy und langsam, lies aber (insbesondere im Vergleich zu Windows) erkennen, dass Apple was die Betriebssoftware anging wieder auf der richtigen Spur war.

Einführung iPod, Cupertino Apple Music Event, 2001

Für die Vorstellung des ersten iPods wählte sich Steve Jobs am 23. Oktober 2001 ein kleines Publikum in der Town Hall auf dem Apple-Campus in Cupertino, die früher auch Home Theatre genannt wurde. Man muss sich noch mal vor Augen halten, dass sechs Wochen zuvor die USA durch die Anschläge des 11. September 2001 in ihren Grundfesten erschüttert worden waren. Vor diesem Hintergrund wurde die Vorstellung eines fünf Gigabyte großen Festplatten-Musikplayers („1,000 songs in your pocket.“), der damals nur mit dem Macintosh kompatibel war, kaum beachtet. Zum Riesenerfolg wurde der iPod erst ein Jahr später mit der Windows-Version und der Veröffentlichung der iTunes-Software für Windows sowie mit der Eröffnung des iTunes Stores (29. April 2003).

OS 9 wird beerdigt, WWDC 2002

Auf dem Entwicklerforum WWDC im Jahr 2002 griff Steve Jobs zu einem optisch ziemlich drastischem Mittel, um dem letzten Entwickler deutlich zu machen, dass das alte Macintosh-Betriebssystem Mac OS 9 tot ist. Auf der Bühne inszenierte er die Bestattung von OS 9 und machte sich in einer Grabrede über die Macken des alten Systems lustig. Die Bereitschaft von Apple, alte Zöpfe abzuschneiden und sich (zu Lasten der Kompatibilität) von überholten Technologien zu verabschieden, zeichnet diese Firma aus.

Übergang zu Intel, Macworld Expo 2005

Mit dem Wechsel von den PowerPC-Prozessoren von IBM und Motorola auf die x86-Architektur von Intel bewies Steve Jobs erneut, dass er auch vor gravierenden Änderungen nicht zurückscheute. Der Umstieg auf Intel zeigt aber auch, wie wenig man manchmal auf Sprüche von Jobs geben kann. Schließlich hatte er noch vor einem Jahr gelästert, wie lahm die Intel-Chips angeblich im Vergleich zu den von Apple damals verwendeten PowerPC-G5-Prozessoren seien.

„Stay hungry, stay foolish“ – Rede in Stanford, 2005

Vor Absolventen der Stanford-University sprach Steve Jobs am 12. Juni erstmals ausführlich über seine lebensbedrohende Erkrankung. Anfang 2004 hatte man bei ihm eine seltene Krebsvariante an der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert, die im Juli 2004 erfolgreich mit einer OP behandelt werden konnte. Außerdem mach Jobs, der nie einen Uni-Abschluss absolviert hatte, den Jung-Akademikern klar, dass das Leben viel zu wichtig für langweilige Aufgaben sei. „Stay foolish, stay hungy.“

Ankündigung iPhone, Macworld Expo 2007

 

Der Vorstellung des iPhones auf der Macworld Expo im Januar 2007 bestätigte die Gerüchte, die wochenlang zuvor durch das Web gegeistert waren. Mit dem iPhone setzte Apple für Smartphones neue Standards. Und mit dem iPhone 3G gelang dann auch der Durchbruch in den Massenmarkt.

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