Apple-History-FAQ: Die Apple-Geschichte in Fragen und Antworten

Wer sind die Gründer von Apple? Apple wurde am 1. April 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne gegründet. Wayne zog sich bereits bereits elf Tage später aus der Garagenfirma wieder zurück, weil er das finanzielle Risiko scheute. Wie wurde Apple bekannt? Apple hat mehrfach in der Computer- und Elektronik-Geschichte wichtige Meilensteine gesetzt. …

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Die Geschichte von Apple: Die Achterbahnfahrt von der Garage im Silicon Valley zum wertvollsten Konzern der Welt

Apple hat in seiner Geschichte Höhen und Tiefen erlebt: Kurz vor der Rückkehr von Steve Jobs 1997 stand das Unternehmen sogar kurz vor der Pleite. In der zweiten Ära wurde Apple dann nicht nur gerettet, sondern erklomm den globalen Börsengipfel. Der derzeitige Apple-Chef Tim Cook konnte diese Stellung sogar ausbauen, musste aber auch Rückschläge hinnehmen. Die Achterbahnfahrt für Apple ist lange noch nicht zu Ende.

Eine Zufallsbegegnung hat den Lauf der Computergeschichte entscheidend geprägt: Über Bill Fernandez, einen gemeinsamen Freund, lernten sich 1971 der 15 Jahre alte Highschool-Schüler Steve Jobs und der fünf Jahre ältere College-Student Steve Wozniak kennen. Die beiden “Steves” konnten sich für Elektronik begeistern, liebten derbe Späße und wurden so trotz des Altersunterschieds enge Freunde.

Steve Jobs und Steve Wozniak (1976)
Steve Jobs und Steve Wozniak (1976)

Wozniak, den alle nur “Woz” nannten, war ein Einzelgänger und leidenschaftlicher Tüftler, der als technisches Genie unter den vielen anderen jungen Computer-Bastlern im Silicon Valley herausragte. Jobs fehlte dieses Talent, er hatte aber schon als junger Mann – im Gegensatz zu Woz – eine konkrete Vorstellung davon, wie man mit Technologie die Welt verändern und auch Geld verdienen kann.

Eine erste prägende Erfahrung, wie man mit neuer Technologie alte Strukturen überlisten kann, machten die beiden Steves beim “Blueboxing”. In einem “Esquire”-Artikel las Woz, wie Hacker und Phreaker eine Methode gefunden hatten, kostenlos Ferngespräche zu führen. Held des Artikels war der Hacker “Captain Crunch”. Er hatte mit Hilfe einer Plastikpfeife aus einer Cornflakes-Packung herausgefunden, wie man mit bestimmten Tönen die Systeme des Telefongiganten AT&T manipulieren konnte, um kostenlose Telefonate zu ermöglichen. Die beiden Steves waren elektrisiert.

Wozniak and Jobs Blue Box, ca. 1972.
Blue Box von Wozniak und Jobs (1972)

Woz konstruierte aus billigen Elektronik-Teilen und einem kleinen Lautsprecher ein vollgestopftes Kästchen, mit dem man die Tonfolgen viel präziser und eleganter erzeugen konnte als mit der Spielzeug-Pfeife. „Mit einer Blue-Box konnten wir dem System vorgaukeln, wir seien ein Telefon-Computer“, erinnerte sich Steve Jobs später. „Du konntest aus einer Telefonzelle White Planes, New York, anrufen, dann eine Satellitenverbindung nach Europa aufbauen, eine Kabelstrecke in die Türkei legen, nach Los Angeles zurückverbinden. Man konnte eine Verbindung drei, vier Mal um den Globus herum aufbauen und ein Telefon in der Nachbarschaft anrufen. Wenn man etwas in den Hörer rief, kam es 30 Sekunden später auf dem anderen Hörer an.“

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Erste öffentliche Präsentation des Apple Macintosh durch Steve Jobs

Sechs Tage nach der ersten Präsentation des Apple Macintosh am 24. Januar 1984 vor einem geschlossenen Zuhörerkreis auf der Apple-Aktionärsversammlung im De Anza College Campus stellte Steve Jobs den Mac einer breiteren Öffentlichkeit an der US-Ostküste vor: Vor der Boston Computer Society wählte Jobs das gleiche Skript der Präsentation. In etlichen Details wich er aber …

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Apple Macintosh – Von der Vision zum Launch (1980-1984)

30 Jahre Apple Macintosh – Teil 1

Apple Macintosh (1984)
Apple Macintosh (1984)

Am 24. Januar 1984 präsentierte Apple-Mitbegründer Steve Jobs auf der jährlichen Aktionärsversammlung im Flint Center Auditorium des De Anza Community College den ersten Macintosh-Rechner der Öffentlichkeit. Das Vertriebsteam von Apple war schon drei Monate zuvor auf einer Konferenz auf Hawaii auf den neuen Apple Macintosh eingeschworen worden. In einer Persiflage auf die TV-Show “The Dating Game” priesen damals Microsoft-Chef Bill Gates sowie die IT-Unternehmer Mitch Kapor und Fred Gibbons die Vorzüge des Macs an.


The Macintosh Software Dating Game (Oktober 1983)

Poster zur Geburtstagsfeier des Macs
Poster zur Geburtstagsfeier des Macs

Zwei Tage vor dem offiziellen Launch des Macs auf dem Aktionärstreffen hatte Steve Jobs die erste öffentliche Publicity-Rakete mit einem Werbespot während des Super Bowl XVIII gezündet. Dem Football-Finale am 22. Januar 1984 hatten Millionen Football-Fans in den USA bereits seit Wochen entgegengefiebert. Aber bereits zur Halbzeit lagen die Los Angeles Raiders gegen die Washington Redskins deutlich mit 21:3 in Führung. Spannend wurde es erst wieder im dritten Viertel, als die knapp hundert Millionen TV-Zuschauer in einer Pause den außergewöhnlichen Werbespot von Apple zu Gesicht bekamen. In dem 60 Sekunden langen Film von Star-Regisseur Ridley Scott („Blade Runner“) wurde der erste Apple Macintosh angekündigt. Der Mac wurde aber nicht nur einfach als ein neuer Computer vorgestellt. Die Botschaft des Spots lautete: Diese Mascchine wird die Welt davor bewahren, dass die düstere Vision aus dem Roman „1984“ von George Orwell ausgerechnet im Jahr 1984 Wirklichkeit wird. „Big Brother“ IBM wird dank des Macintosh nicht die Regentschaft in der IT-Welt übernehmen.

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Wie die Gründer von Apple reich wurden

1980: Börsengang Apple Computer

Die beiden maßgeblichen Gründer von Apple, Steve Jobs und Steve Wozniak, stammten aus kleinen Verhältnissen. Ohne großes Budget machten sie sich daran, die ersten Personal Computer zu entwickeln. Mit dem Börsengang von Apple 1980 zahlte sich der Wagemut der beiden aus. Richtig reich wurde Steve Jobs allerdings erst nach seinem Weggang von Apple.

Apple und Xerox PARC

Der Besuch von Steve Jobs im Forschungszentrum Xeorx PARC und seine Folgen

Nicht nur im inzwischen beigelegten Patentstreit zwischen Apple und Samsung behaupteten Kritiker, Apple-Mitbegründer Steve Jobs habe es in der Vergangenheit mit dem Schutz des geistigen Eigentums nicht all zu ernst genommen und sich immer wieder großzügig bei anderen Firmen und Erfindern bedient. So habe Apple bei der Entwicklung des Macintosh Ideen kopiert, die zuvor im Forschungslabor Xerox PARC ausgebrütet worden waren. Legende oder Wahrheit?

(zuletzt aktualisiert: 8. März 2019)

Der Eingang zum Xerox PARC in den achtziger Jahrenq
Der Eingang zum Xerox PARC in den achtziger Jahren

Die Geschichte von Xerox PARC

Um diese Frage zu beantworten, lohnt ein kurzer Blick in die Geschichte von Xerox PARC. Das legendäre kalifornische Forschungslabor wurde im Sommer 1970 von Xerox gegründet. Xerox war damals bereits ein sehr etablierter Player im High-Tech-Geschäft. In den USA steht der Name “Xerox” für das Fotokopieren, so wie in unseren Breiten “Tempo” für ein Papiertaschentuch oder “Tesa” für einen Klebefilm. Schließlich hatte die Xerox Corp. bereits 1950 als erstes Unternehmen der Welt die von dem amerikanischen Physiker und Juristen Chester F. Carlson erfundene “Xerographie” in ein funktionierendes Produkt umgesetzt. Carlson erhielt bereits 1937 das Patent auf ein Verfahren, das er “Elektrophotographie” nannte. Am 22. Oktober 1938 folgte die Premiere in der Praxis: Mit Hilfe einer mit Schwefel beschichtete Metallplatte und einer Lampe übertrug Chester den Schriftzug “10.-22.-38 Astoria” auf ein Wachspapier.

Die erste Fotokopie
Die erste Fotokopie

Ende der 60er Jahre sah das Xerox-Management die Gefahr, dass japanische Firmen den technologischen Vorsprung von Xerox einholen könnten. Das hing auch damit zusammen, dass wichtige Patente von Xerox ausliefen. Außerdem befürchtete die Xerox-Spitze, dass mit den kommenden Computer-Generationen das “papierlose Büro” entstehen könne, in dem Xerox keinen Platz mehr hat. Vor diesem Hintergrund wurde das Xerox Palo Alto Research Center (PARC) in Kalifornien gegründet.

Eine der bekanntesten Forscher am PARC war Alan Kay. Er kam 1970 zu dem Xerox-Forschungsteam. “Was wird ihre wichtigste Errungenschaft hier sein?”, wurde er während des Einstellungsgesprächs gefragt. Seine Antwort: “Der Personal Computer.” “Was ist das?”, lautete die Gegenfrage. Kay klappte sein Notizbuch auf und skizzierte seine Vision: “Ein Rechner dieser Größe, mit einem Bildschirm, einer Tastatur und genug Power, um ihre Post zu speichern und ihre Musik, Bilder und Bücher.” Kay stieß mit diesem Zukunftsentwurf bei Xerox zwar auf Unverständnis, konnte aber dennoch im PARC an seiner Vision eines Dynabooks arbeiten.

The Spirit of Xerox PARC – Clip from “Triumph of the Nerds”

Die Wissenschaftler und Ingenieure am PARC waren nicht durch Alltagszwänge eingeengt: John Warnock, ehemaliger Forscher bei Xerox PARC und später einer der beiden Gründer von Adobe Systems, erinnert sich in der TV-Doku “Triumph of the Nerds”: “Die Atmosphäre hier war wie elektrisiert, es herrschte totale intellektuelle Freiheit. Es gab keinen ‘gesunden Menschenverstand’, fast jede Idee wurde als Herausforderung angesehen und wurde regelmäßig hinterfragt.” Auch Larry Tessler, der später bei Apple den Macintosh und den Newton PDA mit entwickelte, genoss in den 70er Jahren die Freiheiten im PARC: “Das Management sagte: Geht los und erschafft die neue Welt, wir verstehen sie nicht. Hier waren Leute mit vielen Ideen und einem enormen Talent versammelt, jung und energiegeladen.” Das Problem war nur, dass sich später die Unternehmensführung an der Ostküste der USA nur wenig für die Forschungsergebnisse aus dem PARC interessierte, wenn sie nicht im engeren Sinne mit Fotokopierern zu tun hatten.

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Die Geschichte des Apple Macintosh

Der erste Apple Macintosh (1984)

Der Apple Macintosh, der am 24. Januar 1984 vorgestellt wurde, war der erste Personal Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche, der in Massen verkauft werden konnte. Die Entwicklung des ersten Macs ist eines der spannendsten Kapitel in der Computer-Geschichte.

Die Geschichte von Apple (1976-2012)

Apple II

Apple startete 1976 in einer kalifornischen Garage. Mit dem Apple II und dem Macintosh legte das Unternehmen das Fundament der jungen PC-Industrie, um dann später die Vormachtstellung an Microsoft zu vieren. Doch mit Innovationen wie dem iPod, iPhone und iPad wurde Apple schließlich zum wertvollsten Unternehmen der Welt. Diese Chronologie zeichnet die Geschichte von Apple Schritt für Schritt auf.

Wie Steve Jobs das Macintosh-Projekt entdeckt hat

Mit dem Börsengang von Apple Computer im Dezember 1980 wurde Steve Jobs zum Multimillionär – doch er besaß nicht genügend Aktien, um Apple Computer insgesamt und damit auch seine eigene Aufgabe innerhalb von Apple bestimmen zu können. Anfang 1981 stand er zumindest ohne Verantwortung für ein bestimmtes Projekt da. Zum Leidwesen von Jef Raskin stürzte sich Jobs auf das Macintosh-Projekt, das zu diesem Zeitpunkt im Apple-Verwaltungssrat (Board) noch nicht so richtig ernst genommen wurde.

Doch Steve Jobs wusste, was er wollte: Er hatte bei Xerox PARC die grafische Benutzeroberfläche des Xerox Alto gesehen. Statt grüner Buchstaben auf dunklem Hintergrund sah man weiße Dokumenten-Fenster mit schwarzer Schrift – wie bei einem Blatt Papier. Verschiedene Schriftarten konnten ausgewählt werden. Die Grafikkarte steuerte auf dem Bildschirm frei einzelne Pixel an. Mit Hilfe einer Maus konnte ein Zeiger auf dem Bildschirm bewegt werden, um Texte zu markieren oder Befehle auszuführen. Dateien wurden durch Symbole auf einem virtuellen Schreibtisch repräsentiert.


Demo des Xerox Alto (aus: Triumph of the Nerds)

Den Alto konnte man nicht kaufen. Allein der Hauptspeicher dieses Experimental-Computers hätte zu diesem Zeitpunk rund 7000 Dollar gekostet. Jobs wollte einen Computer noch besser als der Alto – und auch besser als Apples Lisa. Die neue Wundermaschine sollte aber nur einen Bruchteil von Lisa kosten, für den man inklusive externer Festplatte rund 12 000 Dollar zahlen musste.

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