Mike Markkula

Mike Markkula im Büro von Apple (1977)

Mike Markkula im Büro von Apple (1977)

Steve Jobs und Steve Wozniak sind in die Computer-Geschichte als die Gründer von Apple Computer eingegangen. Einer breiteren Öffentlichkeit blieb dabei verborgen, dass im Hintergrund ein Mann wirkte, ohne den es den Erfolg von Apple Computer nie gegeben hätte. Die Rede ist nicht vom dritte Apple-Gründer Ronald Wayne, der nach knapp zwei Wochen schon wieder ausstieg und seinen Anteil von zehn Prozent wieder zurückgab, sondern von Mike Markkula, der als Investor und Manager eine maßgebliche Rolle bei Apple spielte.

Im Herbst 1976 suchte Jobs nach Investoren, um die Produktion des neu entwickelten Apple II finanzieren zu können – und landete nach einer kurzen Odyssee bei Mike Markkula, der bereits als junger Mann bei Fairchild und Intel durch Aktien-Optionen ein Millionenvermögen angehäuft und sich mit 32 Jahren aus der Halbleiter-Industrie in ein Leben als “Privatier” verabschiedet hatte.

Atari-Gründer Nolan Bushnell

Atari-Gründer Nolan Bushnell lehnte 1976 eine Investition in Apple ab

Der Finanzbedarf der Garagenfirma Apple war – zumindest aus der Perspektive der mittellosen Gründer – enorm: Allein  für die Fertigung des Plastikgehäuses hatte Jobs ein Investitionsvolumen von 100.000 Dollar kalkuliert. Insgesamt benötigte die junge Firma über 200.000 Dollar, um den von Steve Wozniak (“Woz”) konstruierten Apple II Wirklichkeit werden zu lassen. Jobs fragte zunächst Nolan Bushnell, den Gründer von Atari, ob er nicht für 50.000 Dollar ein Drittel der Anteile von Apple übernehmen wolle. Schließlich hatte Bushnell Jobs einige Jahre zuvor bei Atari eingestellt – wegen seiner fehlenden sozialen Kompetenz war der junge Mann allerdings in die Nachtschicht bei Atari verbannt worden. “Ich war so schlau, Nein zu sagen”, erinnerte sich Bushnell gegenüber Steve-Jobs-Biograf Walter Isaacson später mit einem sarkastischen Unterton an die verpasste Chance seines Lebens. “Es ist irgendwie lustig, daran zu denken, wenn mir nicht gerade die Tränen kommen.”

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Die besten Zitate von Steve Jobs

Steve Jobs hat nicht nur Apple geformt, sondern auch maßgebliche Innovationen in der Musik- und Filmindustrie vorangetrieben. Am 5. Oktober 2011 ist er nach langer, schwerer Krankheit gestorben. In Erinnerung an Steve Jobs die markantesten Zitate des genialen und charismatischen Unternehmensführers.

Steve Jobs

It’s better to be a pirate than join the navy.

– Steve Jobs trieb die Macintosh-Entwickler Anfang der 80er Jahre mit allen Mitteln an.

“There have only been two milestone products in our industry – the Apple 2 in 1977 and the IBM PC in 1981. Today…one year after LISA we are introducing the third industry milestone product…Macintosh. Many of us have been working on Macintosh for over two years now and it has turned out insanely great. You’ve just seen some pictures of Macintosh now I’d like to show you Macintosh in person.”

– Steve Jobs zum Launch des Apple Macintosh am 24. Januar 1984.
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Übersetzung der Rede von Steve Jobs vor den Absolventen der Stanford-Universität (2005)

Im Juni 2005 hielt Apple-Gründer Steve Jobs eine Rede vor Absolventen der Stanford-Universität. Er hatte gerade eine erfolgreiche Krebsbehandlung überstanden. Nie wieder sprach Jobs so offen über sein Leben.


Steve Jobs’ 2005 Stanford Commencement Address in German translation:

“Bleibt hungrig, bleibt tollkühn” – Steve Jobs über das Leben

Der volle Text der Ansprache in einer leicht gekürzten Übersetzung:

“Ich fühle mich geehrt, heute mit Ihnen bei der Abschlussfeier in einer der besten Universitäten der Welt zu sein. Ich habe nie eine Hochschule abgeschlossen. Um ehrlich zu sein, so nahe wie jetzt gerade war ich einem College-Abschluss noch nie. Heute möchte ich Ihnen drei Geschichten aus meinem Leben erzählen. Das ist alles. Keine große Sache. Nur drei Geschichten.

Bei der ersten geht es darüber, die Punkte zu verbinden.

Ich habe das Reed College nach sechs Monaten geschmissen, und dann noch 18 Monate frei besucht, bevor ich das Studium endgültig abbrach. Warum habe ich nicht weitergemacht?

Das alles nahm seinen Anfang noch bevor ich geboren wurde. Meine biologische Mutter war eine junge, unverheiratete College-Studentin. Und sie beschloss, mich zur Adoption freizugeben. Es war ihr sehr wichtig, dass ich von College-Absolventen adoptiert werden sollte. Also wurde alles dafür vorbereitet, dass ich schon bei Geburt von einem Anwalt und seiner Frau adoptiert werde. Nur dass als ich herploppte, sie in letzter Minute beschlossen, dass sie doch lieber ein Mädchen möchten. Also haben meine Eltern, die auf einer Warteliste standen, mitten in der Nacht einen Anruf bekommen: «Wir haben unerwartet noch einen Jungen, wollen sie ihn?» Sie sagten: «Natürlich.» Meine biologische Mutter fand später heraus, dass meine Mutter nie ein College abgeschlossen und dass mein Vater nicht einmal eine High School absolviert hatte. Sie weigerte sich, die Adoptionspapiere zu unterschreiben. Sie gab erst einige Monate später auf, als meine Eltern versprachen, dass ich eines Tages auf ein College gehen würde.

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