2010

Steve Jobs präsentiert das iPad

Steve Jobs präsentiert das iPad

Steve Jobs stellt am 27. Januar 2010 in San Francisco das iPad vor. Apple war nicht die erste Firma, die einen Tablet Computer auf den Markt brachte. Doch im Gegensatz zu den Flops, die beispielsweise Microsoft-Chef Bill Gates in den neunziger Jahren mit seinen Versuchen erlebte, erzielte das iPad zum Marktstart am 3. April 2010 aus dem Stand einen großartigen Erfolg.

Am 7. Juni 2010 erlebt dann das iPhone 4 seine Premiere (Marktstart 24. Juni). Auch wenn das neue Design der Antenne bei einer bestimmten Griffhaltung Empfangsprobleme bereitete, wurde auch dieses Gerät zu einem Kassenschlager.

Im Oktober 2010 durchbrach die Apple-Aktie erstmals die Schwelle von 300 Dollar.

2011
Steve Jobs kündigt am 17. Januar 2011 in einer E-Mail an sein Team erneut eine Auszeit aus medizinischen Gründen an. Die Tagesgeschäfte übernimmt Tim Cook. Jobs unterbricht seine Auszeit allerdings drei Mal: Am 2. März stellt er das iPad 2 vor, mit dem Apple den Siegeszug im Segment der Tablet-Computer fortsetzt. Auf der WWDC 2011 stellt er vor Entwicklern im Juni 2010 das Konzept von iCloud vor und präsentiert einen Abend später vor dem Cupertino Council die Pläne für ein neues Hauptquartier, den Apple Campus 2.

Apple Campus 2 - © Apple Inc. - Foster + Partner

Apple Campus 2 – © Apple Inc. – Foster + Partner

4. Oktober: Tim Cook und Phil Schiller stellen auf dem Event “Let’s Talk iPhone” das iPhone 4S vor, nicht aber das von vielen Fans erwartete iPhone 5 mit einem neuen Design. Das neue iPhone ist deutlich schneller als das iPhone 4 und beinhaltet die neuartige Spracherkennungs- und Sprachsteuerungssoftware Siri. Äußerlich gleicht es aber dem iPhone 4.

5. Oktober 2011: Apple-Mitbegründer Steve Jobs stirbt im Alter von 56 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Fünf Tage nach dem Tod von Jobs überholt Apple den Öl-Multi Exxon Mobil als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt.

2012

19.Januar 2012: Apple will mit einer breit angelegten Kampagne den Bildungsmarkt in den USA umkrempeln. Digitale Textbooks auf dem iPad sollen die herkömmlichen Bücher an Schulen und Unis ablösen

7. März 2012: Tim Cook als neuer Apple-CEO präsentiert die dritten Generation des iPads in San Francisco. Das neue iPad, so Apples Sprachgebrauch im Marketing, unterscheidet sich vom iPad 2 vor allem durch das höher auflösende Display (2048 × 1536 Bildpunkte), mehr Rechenleistung und die Datenübertragungstechnik LTE. In Deutschland kann die LTE-Technik allerdings nicht verwendet werden, da die hierzulande für LTE verwendeten Frequenzbänder nicht unterstützt werden. Die ebenfalls neu verbaute UMTS-Erweiterung HSPA+ ist allerdings auch in Deutschland verfügbar.

25. Juli 2012: Auf der Entwicklermesse WWDC stellt Apple das neue Mac-Betriebssystem OS X Mountain Lion (10.8) vor.

Phil Schiller zeigt das neue iPhone 5. Foto: Kyoto/EPA

Phil Schiller zeigt das neue iPhone 5. Foto: Kyoto/EPA

12. September 2012: Phil Schiller und Tim Cook präsentieren das neue iPhone 5, das mit iOS 6 läuft. Am 21. September 2012 kommt die neue iPhone-generation in Deutschland und am 28. September 2012 in Liechtenstein, Österreich und der Schweiz auf den Markt.

23. Oktober 2012: Apple stellt die vierte iPad-Generation vor (“iPad mit Retina-Display”). Neben dem hoch auflösenden Retina-Bildschirm wird das neue iPad mit einem A6X-Chip von Apple ausgestattet. Der klassische iPad-Connector wird durch einen Lightning-Anschluss ausgewechselt. Die Geräte kommen am 2. November in 35 Ländern, darunter USA, Deutschland und Großbritannien auf den Markt.

26. Oktober 2012: Apple hat im Ende September abgeschlossenen vierten Quartal seines Geschäftsjahres seinen Umsatz von 28,3 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 36 Milliarden US-Dollar steigern können. Der Nettogewinn wuchs nach 6,6 Milliarden Dollar im Vorjahr auf stattliche 8,2 Milliarden Dollar (8,67 Dollar pro Aktie). Die Börse ist trotzdem nicht zufrieden, denn die Investoren hatten noch mehr Umsatz und Gewinn erwartet. Der Kurs pendelt um die 600 Dollar.

2013

25. Januar 2013: Apple kündigt Zulieferer in China wegen zu junger Arbeiter. Apple-Chef Tim Cook löst damit sein Versprechen ein, stärker auf die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern zu achten. 2012 gab es mehr Inspektionen. Dabei wurden in einer Fabrik in China auch über 70 Arbeiter im Alter unter 16 Jahren entdeckt.

25. Januar 2013: Die Apple-Aktie rutscht ab: Der Ölmulti ExxonMobil ist wieder wertvollste Firma.

11. Februar 2013: Erste Hinweise in der US-Presse (NYT und WSJ) auf eine Computeruhr von Apple.

20. März 2013: Apple wirbt den bisherigen Technik-Chef des Software-Spezialisten Adobe, Kevin Lynch, ab. Später wird bekannt, dass er sich um das Apple-Watch-Programm kümmert.

2. April 2013: nach einer Kampagne in staatlichen Medien in China wegen “Arroganz” muss Apple-Chef Tim Cook öffentlich bei den chinesischen Kunden entschuldigen. Der Kotau zahlt sich später aus. Am 23. Dezember 2013 wird berichtet, dass das iPhone zum weltgrößten Mobilfunk-Konzern China Mobile kommt.

17. April 2013: Die Sorge der Börsianer vor schwachen iPhone- und iPad-Verkäufen lässt die Aktie von Apple auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr fallen. Das Papier notiert in New York um 6 Prozent im Minus bei 398,11 Dollar. Das letzte Mal hatte das Papier zuvor im Dezember 2011 unter der markanten 400-Dollar-Schwelle gelegen.

23. April 2013: Apple verbucht nach einem beispiellosen Erfolgslauf den ersten Gewinnrückgang seit fast zehn Jahren. Der iPhone-Konzern erzielt mit 9,5 Milliarden Dollar (7,3 Mrd Euro) zwar immer noch den vierthöchsten Quartalsgewinn seiner Geschichte. Im Jahresvergleich bedeutete das jedoch ein Minus von gut 18 Prozent.

1. Mai 2013: Über Apple geht ein wahrer Geldregen nieder. Durch den Verkauf von Anleihen hat sich der iPhone- und iPad-Hersteller insgesamt 17 Milliarden Dollar beschafft (13 Mrd Euro) und damit so viel wie kein anderes US-Unternehmen zuvor auf einen Schlag. Das Geld soll in den Rückkauf eigener Aktien und in Dividenden fließen. So will Apple seinen schwächelnden Kurs aufpäppeln.

Apple-Fans und Kunden warten auf die Öffnung des Apple Stores am Ku'damm in Berlin.

Apple-Fans und Kunden warten auf die Öffnung des Apple Stores am Ku’damm in Berlin. Foto: Britta Pedersen/dpa

3. Mai 2013: Nach zweijähriger Bauzeit eröffnet Apple den ersten Berliner Apple Store und das größte Kundenbetreuungszentrum in Europa am Kurfürstendamm. Das denkmalgeschützte Gebäude war im Oktober 1913 als eines der ersten Kinos in Berlin gebaut worden. In dem renovierten Kinosaal des ehemaligen Union-Palastes finden nicht nur Kundenveranstaltungen, sondern auch Konzerte und Kultur-Events statt.

21. Mai 2013: Apple hat nach Untersuchungen des US-Senats durch ein komplexes Netz an Auslandsfirmen Milliarden Dollar an Steuerzahlungen in den USA und anderen Ländern vermieden. Ein Senatsausschuss kommt zu dem Schluss, dass Apple durch das clevere System bei vielen Einnahmen nirgendwo steuerpflichtig sei. Der Konzern betont, stets im Rahmen der Gesetze zu handeln.

3. Juni 2013: Apple muss sich wegen des Vorwurfs illegaler Preisabsprachen bei E-Books vor einem New Yorker Gericht verantworten. Nach Einschätzung des amerikanischen Justizministeriums haben Apple und fünf US-Verlage zum Start des iPad-Tablets künstlich und zum Schaden der Verbraucher höhere Preise für digitale Bücher durchgesetzt. Die Verlage gingen inzwischen millionenschwere Vergleiche mit der US-Regierung ein, nur Apple wehrt sich weiter gegen die Anschuldigungen.

10. Juni 2013: Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2013 sagt Apple seinen Rivalen im Smartphone-Markt mit einer radikal erneuerten iPhone-Software den Kampf an. Die neue Version iOS 7 sei die größte Veränderung seit dem Start des iPhone 2007, sagte Apple-Chef Tim Cook. Mit iOS 7 kommen zahlreiche neue Funktionen und eine deutlich veränderte Optik. Unter den weiteren WWDC-Ankündigungen sind eine komplette Neuauflage des Profi-Computers Mac Pro, eine neue Version des Mac-Systems OS X und ein Internet-Radio zum Anhören von Musik übers Internet. Einige Neuerungen wirken wie ein Gegenentwurf zur Google-Welt mit dem führenden Smartphone-System Android.

10. September 2013: Apple bringt erstmals ein etwas günstigeres neues iPhone zusätzlich zu einem Top-Modell auf den Markt. Der Konzern stellte auf seinem jährlichen Smartphone-Event das iPhone 5C mit einem Gehäuse aus Kunststoff in bunten Farben vor. Zusammen mit einem neuen Spitzen-Modell ersetzt es am 20. September das ein Jahr alte iPhone 5. Die Top-Version mit dem Namen iPhone 5S kann jetzt Benutzer am Fingerabdruck erkennen. Dafür ist ein Scanner im typischen runden Knopf unter dem Bildschirm versteckt.

15. Oktober 2013: Von britischer Eleganz zu iPhones und iPads: Die Chefin der Modemarke Burberry wird künftig die über 400 Apple Stores führen. Angela Ahrendts wechselt im Frühjahr zu Apple. Sie ist direkt Firmenchef Tim Cook unterstellt wird und auch die Online-Stores beaufsichtigen. Der Chefposten bei Apples Einzelhandels-Bereich war rund ein Jahr lang unbesetzt, nachdem Ahrendts Vorgänger John Browett nach nur wenigen Monaten geschasst worden war.

22. Oktober 2013: Apple verteidigt seine Spitzenposition im Tablet-Markt mit einer neuen iPad-Generation. Das große Modell wurde deutlich dünner, leichter und leistungsstärker gemacht. Deshalb bekam es den neuen Beinamen iPad Air. Äußerlich wurde das große Modell mit schmalen Seitenrändern an das Design des kleineren iPad mini angepasst. Es ist jetzt nur noch 7,5 Millimeter dick statt zuvor 9,4 Millimetern. Das Gewicht wurde von 700 auf 500 Gramm gesenkt. Der Preis beginnt wie bisher bei 499 Dollar. Marktstart ist am 1. November. Das iPad mini wurde wie erwartet mit einem Display mit höherer Auflösung aufgerüstet. Es hat jetzt genauso viele Pixel im Bildschirm wie das große Modell. Beide Versionen bekamen den gleichen schnellen Chip, den Apple in sein Flaggschiff-Smartphone iPhone 5s einbaut. Der Preis für das einfachste Modell des iPad mini stieg mit den Verbesserungen von 329 auf 399 Dollar.

28. Oktober 2013: Die neuen iPhone-Modelle kurbeln das Geschäft von Apple wieder an. Im vierten Geschäftsquartal von Juli bis September 2013 stieg der Umsatz um 4 Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel allerdings auch wegen höherer Entwicklungs- und Marketingkosten zum dritten Mal in Folge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum büßte Apple hier 9 Prozent auf unterm Strich 7,5 Milliarden Dollar ein.

21. November 2013: Im Dauer-Patentverfahren gegen Samsung in Kalifornien bekommt Apple einen Großteil der hohen Schadenersatz-Zahlung bestätigt. Die ursprüngliche Summe von gut einer Milliarde Dollar sank nach einem zweiten Prozess um rund 100 Millionen. Samsung hatte eine drastische Reduzierung verlangt. Es steht allerdings noch ein Berufungsverfahren an. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, müsste Samsung insgesamt knapp 930 Millionen Dollar an Apple überweisen. In dem am Donnerstag abgeschlossenen zweiten Prozess sprachen die Geschworenen Apple rund 290 Millionen Dollar zu – deutlich weniger als die ursprüngliche Forderung nach einem Milliarden-Schadenersatz.

12. Dezember 2013: Das zentrale Bezirksgericht in Seoul weist eine Schadenersatzklage des weltgrößten Smartphone-Herstellers Samsung gegen Apple ab. Samsung hatte dem iPhone-Konzern in dem Fall vorgeworfen, drei Patente auf Technologien für mobile Kurznachrichten-Anwendungen verletzt zu haben.

2014

24. Januar 2014: Bei Wall Street Journal tauchen die ersten Gerüchte auf, dass Apple ein größeres iPhone bauen will.

10. Februar 2014: Der Showdown zwischen Apple-Chef Tim Cook und Großaktionär Carl Icahn für die Apple-Hauptversammlung wird abgeblasen. Icahn lässt seine Forderung fallen, Apple solle den laufenden Aktienrückkauf auf 50 Milliarden Dollar in diesem Geschäftsjahr aufstocken. Zuvor hatte er Gegenwind von einer einflussreichen Aktionärsberatung bekommen.

28. Februar 2014: – Im Dauerstreit um Patente in der Mobilfunkbranche weist das Landgericht Mannheim eine Milliardenklage gegen Apple ab. Zum gleichen Ergebnis kam eine weitere Kammer des Gerichts in einem ähnlichen Verfahren gegen den Handy-Hersteller HTC, bei dem noch kein Schadenersatz, sondern nur die Feststellung einer Patentverletzung gefordert war. Der unterlegene Patentverwerter IPCom kündigte umgehend Berufung gegen diese Urteile an.

31. März 2014: Der zweite große Patentprozess von Apple und Samsung in den USA beginnt im kalifornischen San José. Apple wirft Samsung in dem Verfahren die Verletzung von fünf Patenten vor. Unter den zehn betroffenen Geräten des südkoreanischen Smartphone-Marktführers ist das Smartphone Galaxy S3. Samsung nimmt im Gegenzug mit zwei Patenten neun Apple-Modelle ins Visier, darunter sind das iPhone 5 und das iPad 4.

23. April 2014: Das iPhone kann sich gegen den wachsenden Konkurrenzdruck behaupten und beschert Apple wieder Zuwächse bei Umsatz und Gewinn beschert. Der Konzern verkaufte im zweiten Geschäftsquartal 2014 (Januar-März) 43,7 Millionen seiner Smartphones. Das war mehr als die meisten Analysten erwartet hatten. Der Umsatz in dem Ende März abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal stieg dadurch im Jahresvergleich um 4,7 Prozent auf 45,6 Milliarden Dollar. Der Quartalsgewinn lag bei 10,2 Milliarden Dollar. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

3. Mai 2014: Apple erzielt auch im zweiten Patentprozess gegen Samsung in Kalifornien einen Erfolg, bekommt aber viel weniger Geld als gefordert. Die Geschworenen sprechen dem iPhone-Konzern knapp 120 Millionen Dollar zu. Apple wollte gut 2,2 Milliarden Dollar Schadenersatz haben. Zwei von fünf Apple-Patenten in dem Prozess fanden die Geschworenen nicht verletzt. Der erste kalifornische Patentprozess war für Apple deutlich besser ausgegangen. In ihm hatten die Geschworenen Apple im August 2012 rund eine Milliarde Dollar Schadenersatz zugesprochen. Die Summe wurde später auf 930 Millionen Dollar reduziert. Alle Vorwürfe von Samsung wurden abgewiesen. Das Berufungsverfahren steht aber noch aus.

Apple kauft Beats. Foto; Foto: Maximilian Schönherr, dpa

Apple kauft Beats. Foto; Foto: Maximilian Schönherr, dpa

28. Mai 2014: Apple kauft für insgesamt drei Milliarden Dollar den Kopfhörer-Hersteller Beats. Die Begründer von Beats, der Hip-Hop-Star Dr. Dre und der einflussreiche Musikproduzent Jimmy Iovine, werden künftig zum Apple-Topmanagement gehören. Beats ist für seine Kopfhörer mit dem markanten roten «b» bekannt und startete unlängst auch einen Streaming-Dienst für Musik.

16. Juli 2014: Apple vereinbart eine Partnerschaft mit IBM, um stärker ins Geschäft mit Unternehmen vorstoßen. Mehr als 100 neue Apps für iPhone und iPad sollen verschiedene Geschäftsprozess abbilden, wie die einstigen Rivalen ankündigten. IBM wird zudem speziell auf Apple-Geräte angepasste Cloud-Dienste anbieten sowie seinen Kunden iPhones und iPads verkaufen.

6. August 2014: Apple und Samsung beenden ihren Patentstreit außerhalb der USA. Die gegenseitigen Klagen werden in allen Ländern außer dem Heimatmarkt des iPhone-Konzerns fallengelassen. Dazu gehören auch die Verfahren vor deutschen Gerichten. Die Entscheidung kommt überraschend, obwohl sich die Gemüter zuletzt bereits deutlich beruhigt hatten.

19. August 2014: Kurz vor dem Start der neuen iPhones reißen sich Anleger um Apple-Aktien: Erstmals seit zwei Jahren kostete ein Anteilsschein des Konzerns am Dienstag wieder mehr als 100 Dollar. Im New Yorker Handel kletterte der Kurs bis auf 100,49 Dollar. Das Allzeithoch wurde im September 2012 bei mehr als 700 Dollar markiert. Das war allerdings, bevor das Unternehmen seine Anteilsscheine aufteilte, um sie attraktiver für Kleinanleger zu machen. Unter Berücksichtigung der Aktiensplits liegt der Rekord bei 100,72 Dollar.

7. September 2014: Apple heuert mit Marc Newson einen weltbekannten Industriedesigner an. Newson werde zum Team von Apples Chefdesigner Jony Ive gehören, berichtete das Magazin “Vanity Fair” unter Berufung auf Apple. Newson entwarf im Lauf seiner Karriere so unterschiedliche Gegenstände wie Uhren, Schmuck, Möbel, Taschenlampen, Küchenutensilien, die Innenausstattung von Flugzeugen und Mode. Unter seinen Auftraggebern waren der Sportwarenhersteller Nike und der Autobauer Ford, einige Arbeiten sind im Museum of Modern Art in New York ausgestellt.

9. September 2014: Apple zündet zum traditionellen Smartphone-Event im Herbst ein Neuheiten-Feuerwerk: Der Konzern stellt eine Computeruhr und neue größere iPhones vor. Ein iPhone-Bezahldienst soll die Brieftasche ersetzen. Konzernchef Tim Cook präsentierte die seit langem erwartete Apple Watch, die verschiedene Smartphone-Funktionen übernehmen soll. Die Uhr ist der erste Vorstoß des Konzerns in eine neue Produktkategorie seit dem iPad-Tablet vor über vier Jahren. Außerdem stellte Apple zwei iPhone-Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen und ein mobiles Bezahlsystem vor, das der herkömmlichen Brieftasche Konkurrenz machen soll.

16. Oktober 2014: Apple stellt eine verbesserte iPad-Generation vor. Die neuen Geräte bekamen den vom iPhone bekannten Fingerabdruck-Sensor und schnellere Chips. Das größere Modell Apple Air 2 wurde zudem 18 Prozent dünner gemacht. Es sei das dünnste Tablet auf dem Markt, betont Marketingchef Phil Schiller. Außerdem stellt der Konzern einen neuen iMac-Schreibtisch-Computer mit einer drastisch erhöhten Bildschirm-Auflösung vor. Der iPhone-Bezahldienst Apple Pay startet zunächst nur in den USA.

21. Oktober 2014: Das iPhone 6 erweist sich für Apple vom Start weg als Geldmaschine. Apple verdiente im 4. Geschäftsquartal 2014 (Juli-September) knapp 8,47 Milliarden Dollar. Das waren 12,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal – das stärkste Wachstum seit fast zwei Jahren. Den Ausschlag gab vor allem der Rekordstart des iPhone 6 knapp zwei Wochen vor dem Ende des vierten Geschäftsquartals im September. Zudem verkaufte Apple so viele Mac-Computer wie noch nie in einem Vierteljahr.

Apple-Chef Tim Cook auf der AllThingsD - D10. Foto: Asa Mathat/All Things Digital

Apple-Chef Tim Cook auf der AllThingsD – D10. Foto: Asa Mathat/All Things Digital

30. Oktober 2014: Apple-Chef Tim Cook outet sich als homosexuell. “Ich bin stolz, schwul zu sein”, schrieb der 53-Jährige in einem Beitrag für das amerikanische Wirtschaftsmagazin “Businessweek”. Viele Kollegen bei Apple wüssten das bereits. Er hoffe, dass sein Schritt anderen helfen oder sie inspirieren werde. Cook hatte sich bisher nie öffentlich dazu geäußert.

2015

27. Januar 2015: Der Erfolg des iPhone 6 und ein enormer Boom in China bescheren Apple einen Rekordgewinn von 18 Milliarden Dollar. Soviel hat noch nie ein Unternehmen weltweit in einem Quartal verdient. Der Konzern verkaufte im Weihnachtsgeschäft 74,5 Millionen iPhones – fast die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz im Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal wuchs um fast 30 Prozent auf 74,6 Milliarden Dollar. Der Apple-Gewinn sprang mit den umgerechnet 15,9 Milliarden Euro im Jahresvergleich um mehr als 38 Prozent hoch. Die Aktie erklimmt zwei Tage später ein neues Allzeithoch von 120 Dollar.

24. April 2015: Die Smartwatch Apple Watch kommt auf den Markt. Wegen der großen Nachfrage und eines Engpasses in der Lieferkette vertreibt Apple den Handgelenk-Computer zunächst nur online und einigen ausgewählten Mode-Boutiquen.

30. Juni 2015: Apple startet einen eigenen Musikstreaming-Dienst, Apple Music. Außerdem macht Apple Anbietern wie Spotify und Pandora mit einem Internet-Radio (Beats One) sowie einem sozialen Netzwerk für Musikliebhaber und Künstler (Apple Connect) Konkurrenz.

9. September 2015: Auf dem jährlichen iPhone-Event erweitert Apple erstmals seit dem Start des ersten iPhone 2007 die Art, wie ein berührungsempfindliches Smartphone-Display bedient wird. Durch die Stärke des Drucks bei “3D Touch” kann man zum Beispiel zusätzliche Informationen oder Menüs aufrufen. Auch Entwicklern von Spielen bietet das neue Möglichkeiten. Äußerlich sehen das neue iPhone 6S und das größere 6S plus genauso aus wie die aktuellen 6er-Modelle. Die Technik wurde jedoch stark erneuert. Die Chips sind schneller, die Kamera hat jetzt 12 Megapixel und kann auch Video in besonders hoher Ultra-HD-Qualität aufnehmen. Zudem bestehen die Gehäuse aus einer neuen Aluminium-Legierung.

9. September 2015: Tim Cook präsentiert auf dem iPhone-Event auch eine Neuauflage der Fernseh-Box Apple TV, auf der nun Apps aus dem iTunes Store installiert werden können. Außerdem nimmt einen großen Tablet Computer (“iPad Pro”) mit einem 12,9 Zoll großem Retina-Display ins Programm auf.

10. November 2015: Apple macht seinen Streaming-Musikdienst Apple Music gut vier Monate nach dem Start auch für Nutzer des Google-Betriebssystems Android verfügbar.

2016

26. Januar 2016: Erneut eine Rekord-Bilanz: Apple hat die iPhone-Verkäufe im  Weihnachtsgeschäft zwar kaum noch steigern können. Der Absatz legte um  0,4 Prozent auf 76,8 Millionen Geräte zu. Das reichte allerdings, um knapp einen neuen Rekordgewinn von 18,4 Milliarden (17 Milliarden Euro) zu erzielen. Apple erreichte die Marke von einer Milliarde aktiver Kunden. Der Konzern sitzt jetzt auf einem Geldberg von 216 Milliarden Dollar.

2. Februar 2016: Der Alphabet-Holding um den Suchmaschinen-Riesen Google läuft Apple für einen Tag den Rang als teuerstes Unternehmen der Börsenwelt ab. Die Apple-Aktie ist seit Monaten wegen schwacher Prognosen für den künftigen iPhone-Absatz und Meldungen über das schwächere Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft unter Druck. Die Apple-Aktie erholt sich im Frühjahr 2016 allerdings wieder und liegt damit wieder klar vor Alphabet.

17. Februar 2016: Apples Bekenntnis zu unknackbarer Verschlüsselung wird auf die bisher härteste Probe gestellt: Ein US-Gericht fordert bei Apple Hilfe beim Entsperren des iPhones eines der Attentäter von San Bernardino ein. Damit eskaliert die aktuelle Debatte um Verschlüsselung und Terrorbekämpfung, und der Konzern gerät massiv unter Druck. Apple-Chef Tim Cook kündigte Widerstand gegen die Forderung an. Sie sei ein «beispielloser Schritt, der die Sicherheit unserer Kunden gefährdet», schrieb er in einem offenen Brief.

Streit um eine Entsperrung des iPhone: Demonstranten protestieren vor dem FBI-Hauptquartier in Washington, DC, gegen die Forderungen der Ermittler. Foto: Michael Reynolds / EPA

Streit um eine Entsperrung des iPhone: Demonstranten protestieren vor dem FBI-Hauptquartier in Washington, DC, gegen die Forderungen der Ermittler. Foto: Michael Reynolds / EPA

21. Februar 2016: Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ruft zum Boykott von Apple auf, bis der Konzern einlenkt. Nach dem FBI fordert auch das US-Justizministerium, Apple müsse den Ermittlern helfen, den Passwortschutz des Telefons auszuhebeln. IT-Konzerne wie Alphabet/Google, Microsoft, Facebook und Twitter solidarisieren sich mit Apple.

21. März 2016: Apple weicht im Smartphone-Geschäft seine langjährige Hochpreis-Strategie auf und führt erstmals ein neues kleineres iPhone mit aktueller Technik ein. Das iPhone SE sieht äußerlich aus wie das iPhone 5 – enthält aber diverse Technologien der aktuellen größeren Modelle der 6er-Serie wie den schnelleren Prozessor, eine 12-Megapixel-Kamera und einen NFC-Chip unter anderem für mobile Bezahlsysteme wie Apple Pay. Außerdem führt Apple ein kleines iPad Pro mit einem 9,7-Zoll-Display ein, das damit die Abmaße des iPad Air 2 hat.

29. März 2016: Der aufsehenerregende Streit zwischen Apple und der US-Regierung um das Entsperren des iPhones eines toten Attentäters ist vorerst vorbei. Den Ermittlern sei es gelungen, an die Daten auf dem Telefon zu kommen, Unterstützung von Apple werde nicht mehr gebraucht, heißt es in Gerichtsunterlagen. Vermutlich hat das FBI mit Hilfe einer Firma aus Israel eine Zero-Day-Sicherheitslücke genutzt, das iPhone %C zu knacken.

13. Mai 2016: Apple steigt mit einer Milliarde US-Dollar (880 Mio Euro) bei dem chinesischen Uber-Rivalen Didi Chuxing ein. Die strategische Investition ist ein Coup für den chinesischen Fahrdienst- Vermittler, der sich einen heißen Konkurrenzkampf mit dem US-Anbieter Uber auf dem schnell wachsenden chinesischen Markt liefert.

30. August 2016: Apple droht nach einer Entscheidung der EU-Kommission eine beispiellose Steuernachzahlung von mehr als 13 Milliarden Euro. Der iPhone-Konzern habe in Irland unerlaubte Steuervergünstigungen in dieser Höhe erhalten, entschieden die europäischen Wettbewerbshüter. Irland müsse die rechtswidrige Beihilfe für die Jahre 2003 bis 2014 nun plus Zinsen zurückfordern. Apple und Irland wollen sich gegen die Entscheidung wehren.

8. September 2917: Apple stellt das iPhone 7 vor, ein neues wasserfesten Modell ohne die gewohnte Ohrhörer-Buchse. Zudem gibt es nach fast eineinhalb Jahren die zweite Version der Apple Watch, die noch stärker auf Sport und Fitness ausgerichtet ist.

Apple-CEO Tim Cook auf dem Launch-Event.

Apple-CEO Tim Cook auf dem Launch-Event, auf dem das iPhone 7 und die Apple Watch 2 vorgestellt wurden: Foto: Monica Davey (EPA)

28. Oktober 2016: Apple präsentiert eine neue Generation des MacBook Pro. In dem Notebook wird die Reihe der Funktionstasten durch eine schmale Touchscreen-Leiste ersetzt. Dort werden verschiedene Buttons und Bedienelemente passend zur aktuellen Anwendung eingeblendet.

19. Dezember 2016: Apple und Irland ziehen wie angekündigt gegen die geforderte Steuernachzahlung von mehr als 13 Milliarden Euro vor Gericht. Das irische Finanzministerium erklärte, die EU-Kommission habe die relevanten Fakten missverstanden und mische sich in die nationale Souveränität in Steuerfragen ein.Apple-Finanzchef Luca Maestri warf EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager vor, eine politische Agenda zu verfolgen.

2017

22. Januar 2017: Apple verklagt den Chipkonzern Qualcomm, der in vielen Smartphones für die Funkverbindung sorgt. Qualcomm verlange viel Geld für Patentlizenzen, lautet ein Vorwurf. Außerdem halte die Chipfirma eine Milliarde Dollar an Provisionen als Strafe für die Kooperation Apples mit Behörden in Südkorea zurück, heißt es in der Klage. Qualcomm weist die Vorwürfe zurück.

1. Februar 2017: Apple legt eine glänzende Bilanz für das Weihnachtsquartal 2016 vor: Das iPhone 7 macht das Unternehmen zum Smartphone-Marktführer. Apple verkaufte in dem Quartal 78,3 Millionen iPhones. Das war ein neuer Spitzenwert nach rund 74,8 Millionen Geräten im vergangenen Quartal. Der Umsatz stieg nach monatelangen Rückgängen um 3,3 Prozent auf 78,4 Milliarden Dollar.Die guten Zahlen treiben auch den Aktienkurs in die Höhe.

15. April 2017: Apple erhält die Erlaubnis für Tests selbstfahrender Autos auf öffentlichen Straßen in Kalifornien. Es bleibt aber weiterhin unklar, wie tief der Konzern ins Geschäft mit der Mobilität der Zukunft vorstoßen will. Apple ist das 30. Unternehmen, dem im bevölkerungsreichsten US-Staat eine solche Lizenz ausgestellt wurde.

23. Mai 2017: Nokia und Apple legen ihren Patentstreit bei und unterzeichnen ein mehrjähriges Lizenzabkommen. Nokia wird danach eine Vorab-Zahlung und regelmäßig weitere Beträge während der Laufzeit des Vertrags erhalte. Weitere finanzielle Details wurden nicht bekannt. Die Konzerne wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten, unter anderem sind “Gipfeltreffen” des Top-Managements geplant.Im Dezember hatten Nokia und Apple mit heftigen gegenseitigen Vorwürfen einen neuen Patentstreit losgetreten.

12. September 2017: Apple kündigt im Steve-Jobs-Theater auf dem neuen Firmencampus Apple Park gleich zwei neue iPhone-Generationen an. Apple will mit einem radikal erneuerten iPhone einen neuen Standard im Smartphone-Geschäft setzen. Beim iPhone X (steht für 10, nicht den Buchstaben X) füllt der Bildschirm den Großteil der Frontseite aus und der Fingerabdruck-Scanner wurde durch Gesichtserkennung abgelöst. Mit einem US-Startpreis von 999 Dollar ist es deutlich teurer als bisherige iPhone-Modelle und kommt am 3. November auf den Markt. Das parallel vorgestellte iPhone 8 ist dagegen eine Weiterentwicklung des iPhone 7 mit dem gewohnten Fingerabdrucksensor “Touch ID”. Außerdem präsentiert Apple die 3. Generation der Apple Watch, die mit einem LTE-Modul ausgestattet ist.

12. Dezember 2017: Apple kauft die Musikerkennungs-App Shazam. Die App kann über den Zugriff auf die Mikrofone eines Smartphones den Namen des Songs anzeigen, der gerade in der Umgebung gespielt wird. Dafür wird die Aufnahme mit einer Datenbank aus allen möglichen Musiktiteln auf den Shazam-Servern abgeglichen. Nach Informationen der “Financial Times” liegt der Preis bei 400 Millionen Dollar.

29. Dezember 2017: Nach heftiger Kritik an der Drosselung der Leistung in älteren iPhones mit abgenutzten Akkus reagiert Apple. Die Kunden mit langsamen älteren iPhones können in 2918 deutlich günstiger an neue Batterien kommen, die das Problem lösen könnten. In Europa wird ein nötiger Batteriewechsel außerhalb der Garantiezeit beim iPhone 6 und späteren Modellen bis Ende kommenden Jahres 29 Euro statt bisher 89 Euro kosten. Zugleich versicherte der Konzern, dass er “niemals” das Erlebnis der Nutzer absichtlich verschlechtern würde, um mehr neue Geräte zu verkaufen. Apple war in die Kritik geraten, weil er die Drosselung durch das Betriebssystem iOS den Kunden weitgehend verschwieg.

2018

18. Januar 2018: Apple kündigt an, nach der US-Steuerreform den Großteil seiner gewaltigen Geldreserven von mehr als 250 Milliarden Dollar ins Heimatland zu bringen. Zusätzlich zu einer beispiellosen Steuerzahlung von 38 Milliarden Dollar (knapp 31 Mrd Euro) stellte der Konzern massive Investitionen in den USA und einen neuen großen Standort außerhalb Kaliforniens in Aussicht. Zu diesem Zeitpunkt lagerte Apple einen Geldberg von gut 252 Milliarden Dollar außerhalb der USA. Konzern-Chef Tim Cook sagte dem Sender ABC, dass ein “überwiegender Großteil” dieser Auslandsgewinne nach Amerika gebracht werde. Die Höhe der erwarteten Steuerzahlung legt nahe, dass der Konzern nur wenig davon im Ausland lassen will. Die EU-Kommission betonte, der Schritt ändere nichts an der Forderung, Apple solle mindestens 13 Milliarden Euro Steuern in Irland nachzahlen. US-Präsident Donald Trump verbuchte die Apple-Entscheidung schnell als seinen Verdienst.

9. Februar 2018: Apple bringt seinen vernetzten Lautsprecher HomePod in den Handel und steigt damit in einen bisher von Sonos, Amazon und Google besetzten Markt ein. Ähnlich wie bei der Konkurrenz kann der HomePod Musik abspielen und auf Sprachbefehle reagieren. Der HomePod soll bei den Nutzern allerdings mit einer besseren Sound-Qualität als bei den Rivalen punkten.

27. März 2018: Apple will mit einem verbesserten Modell seines iPad-Tablets stärker in Schulen Fuß fassen. Das Gerät unterstützt jetzt auch den Apple-Stift, der bisher nur mit den teureren Pro-Modellen funktionierte, kündigte der Konzern auf einem Event in Chicago an. Die neue iPad-Version wird in Deutschland ab 349 Euro verkauft und ist damit 50 Euro günstiger als das bisher günstigste iPad. Für Bildungseinrichtungen setzte Apple einen Preis von 335,58 Euro fest. In den USA bleibt der Startpreis bei 329 Dollar für Verbraucher und 299 Dollar für Schulen. Zudem gibt es neue Software, über die Lehrer mit ihren Klassen digital arbeiten können.

25. Mai 2018: Später Sieg im Patentstreit mit Samsung: Die Koreaner müssen Apple im jahrelangen Patentstreit der beiden Smartphone-Riesen nach einer neuen Gerichtsentscheidung rund 539 Millionen Dollar (etwa 460 Mio Euro) für das Kopieren des iPhone-Designs zahlen. Die Geschworenen schraubten damit einen von Samsung angefochtenen ursprünglichen Betrag von 399 Millionen Dollar aus dem Jahr 2012 hoch. Samsung hatte den Fall bis hin zum Obersten Gericht der USA gebracht. Das fand einen Fehler in der ursprünglichen Entscheidung und schickte den Fall für eine neue Verhandlung vor einem Bezirksgericht zurück. Die Geschworenen sollten diesmal entscheiden, ob Apple alle Profite aus dem Verkauf eines Geräts zustehen, weil Design-Patente verletzt wurden – oder nur ein Teil. Sie setzten die Summe in der Mitte der möglichen Spanne an. Den Großteil davon machen 533,3 Millionen Dollar für die Verletzung von drei Patenten bei 16 Samsung Geräten aus. Für die Verletzung von zwei weiteren Patenten bei vier Smartphones kamen noch einmal 5,3 Millionen Dollar dazu.

Apple hatte sich das Aussehen des ersten iPhones mit einem Design-Patent schützen lassen.