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Die wichtigsten Macs aller Zeiten

Am 24. Januar 1984, kam der erste Macintosh-Computer auf den Markt. Macs waren das Hauptgeschäft von Apple Computer, bis Jahre später der iPod und vor allem das iPhone den Lauf der Dinge veränderte – und Apple dann irgendwann auch das Wort Computer aus dem Firmennamen strich. Obwohl der Macintosh nie zum Quasi-Insdustrie-Standard wurde, hat er den Lauf der Geschichte des Personal Computings verändert und eine Produktlinie begründet, die Apple bis heute weiterentwickelt. Aber welche Macs haben die Geschichte am meisten verändert?

Apple Macintosh (1984)

Der erste Apple Macintosh (1984)

Der erste Apple Macintosh von 1984 gilt als Ikone, weil er die grafische Benutzeroberfläche und die Mausbedienung für ein breites Publikum sichtbar gemacht hat. Für den Rechner mit der revolutionärer Benutzungsoberfläche gab es anfangs allerdiings noch wenig nützliche Software. Damit war der Mac eher ein visionäres Statement als eine sofort produktive Arbeitsmaschine. Trotzdem zeigte er, wie Computer in Zukunft funktionieren sollten: mit Fenstern, Symbolen, Menüs und einer klaren visuellen Struktur. Die berühmte „1984“-Werbung und das kompakte All-in-one-Design machten den Macintosh außerdem zu einem kulturellen Symbol, nicht nur zu einem technischen Produkt.


Macintosh 512K (1984)

Apple Macintosh 512K (1984)
Der Macintosh 512K wurde von Apple von September 1984 bis April 1986 verkauft. Er ist das erste Update des ursprünglichen Macintosh 128K. Der größere Speicher ermöglichte es, mehr Software auszuführen. Foto: Sergei Magel/HNF

Der Macintosh 512K war das erste größere Update des ursprünglichen Macintosh 128K und erschien bereits 1984. Er wurde bis April 1986 verkauft und brachte vor allem eines: deutlich mehr Arbeitsspeicher. Die 512 Kilobyte RAM erlaubten es, anspruchsvollere Software auszuführen, insbesondere Grafik- und Layoutprogramme, die auf dem 128K an Grenzen stießen. Für professionelle Nutzer war dieser Sprung entscheidend, weil er den Mac von einem „Spielzeug mit Zukunft“ zu einem ernstzunehmenden Arbeitsgerät machte. Gleichzeitig behielt der 512K das kompakte Gehäuse und die Benutzerfreundlichkeit des ersten Macs, sodass sich viele Nutzer sofort zu Hause fühlten.


Macintosh Plus (1986)

Macintosh Plus (1986)
Der Macintosh Plus begründete zusammen mit dem LaserWriter die erste Generation des Desktop-Publishing (DTP). Foto: Rama (CC BY-SA 2.0 FR)

Der Macintosh Plus von 1986 ist eng mit dem Aufkommen des Desktop Publishing verbunden. Zusammen mit dem LaserWriter begründete er die erste Generation des Desktop Publishing (DTP). Plötzlich konnten kleine Agenturen, Designer und Verlage Layouts auf einem Schreibtischrechner erstellen, die vorher teure Satzanlagen erforderten. Der Plus bot mehr Speicher, einen SCSI-Anschluss für externe Laufwerke und war dadurch wesentlich flexibler erweiterbar. Gerade Kreative erinnern sich bis heute an ihn als den Mac, mit dem „Layouten wie die Großen“ erstmals realistisch wurde.


Macintosh II (1987)

Im Macintosh II steckte der Motorola-Prozessor 68020, der den Rechner deutlich schneller machte als den ersten Mac. Foto: Bruce Damer, Digibarn.

Der Macintosh II markierte 1987 einen radikalen Wechsel: weg vom kompakten All-in-one-Gehäuse hin zu einem modularen Desktop-System. Im Macintosh II steckte der Motorola 68020 Prozessor, der ihn deutlich schneller machte als den ursprünglichen Mac. Außerdem bot er Farbgrafik, mehrere Erweiterungsslots und eine bislang ungewohnte Offenheit für Peripherie. Damit sprach Apple explizit professionelle Anwender an, die mehr Power und mehr Erweiterbarkeit brauchten als bei den kompakten Geräten. Der Macintosh II ebnete so den Weg für eine ganze Reihe leistungsstarker Desktop-Macs für Grafik, Wissenschaft und DTP.


Macintosh SE (1987)

Der Macintosh SE wurde vom schwäbischen Designer Hartmut Esslinger mit seiner Firma frog design gestaltet. Foto: Danamania (CC BY-SA 2.5)

Der Macintosh SE erschien ebenfalls 1987 und brachte den klassischen „Compact Mac“ in eine modernere Form. Dieser Mac wurde vom schwäbischen Designer Hartmut Esslinger und dessen Firma frog design gestaltet. Damit setzt der SE eine Designlinie fort, die Apple schon beim Apple IIc begonnen hatte: klare Linien, dezente Farbgebung, funktionale Eleganz. Technisch bot der SE unter anderem einen Erweiterungsslot und die Möglichkeit, interne Festplatten zu nutzen. Für viele Nutzer war er der perfekte Kompromiss: vertraute kompakte Bauform, aber deutlich zeitgemäßere Ausstattung und längere Nutzungsdauer.


Macintosh Classic (1990)

Macintosh Classic (1990)
Der Macintosh Classic war der erste Mac, den Apple für weniger als 1000 Dollar verkauft hat. Foto: Apple

Der Macintosh Classic von 1990 war der Versuch, den Mac wirklich massentauglich zu machen. Diesen Mac hat Apple erstmals für weniger als 1000 Dollar verkauft. Damit richtete sich Apple erstmals gezielt an preisbewusste Privatanwender, Schulen und kleinere Büros. Technisch war der Classic eher konservativ, aber solide – quasi ein „Einstiegs-Mac“ mit vertrauter Optik. Wichtig war vor allem, dass damit viele Menschen ihren ersten Kontakt mit der Mac-Welt hatten. Der Classic trug so zur Verbreitung des Macintosh-Ökosystems bei, auch wenn er nicht der modernste Rechner seiner Zeit war.


Macintosh Color / Colour Classic (1993)

Macintosh Clolor Classic (1993)
Der Macintosh Clolor Classic verfügte über 10 MB RAM, eine 80 MB Festplatte und konnte 256 Farben darstellen. Er ist das einzige Mac-Modell, dessen Modellname den landessprachlichen Gepflogenheiten angepasst wurde: in Europa hieß er Colour Classic (mit „u“) und in den USA Color Classic. Foto: Craig Varjabedian

Der Macintosh Color Classic von 1993 (in Europa „Colour Classic“) war eine Art „Luxus-Compact-Mac“ mit Farbbildschirm. Er verfügte über 10 MB RAM, eine 80-MB-Festplatte und konnte 256 Farben darstellen. Besonders interessant: Es ist das einzige Mac-Modell, dessen Modellname an die landessprachlichen Gepflogenheiten angepasst wurde – in Europa mit „Colour“, in den USA mit „Color“. Das Gerät verband die vertraute kompakte Silhouette mit der damals begehrten Farbdarstellung, was ihn bei Schulen und Designern beliebt machte. Heute gilt der Color/Colour Classic als Sammlerstück, weil er Design-Charme und Technikgeschichte in einem kleinen Gehäuse vereint.


Power Macintosh 7100 (1994)

Power Macintosh 7100 (1994)
Der Power Macintosh überzeugte viele Nutzer als solide Arbeitsmaschine fürs Desktop Publishing. Er konnte dann aber nicht den Vormarsch von Windows 95 stoppen. Foto: Benoît Prieur – CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=80808633

Der Power Macintosh 7100 kam 1994 auf den Markt und gehörte zu den ersten Macs mit PowerPC-Prozessor. Als solide Arbeitsmaschine fürs Desktop Publishing hat er viele Nutzer überzeugt. Die neuen PowerPC-Chips boten gegenüber den älteren 68k-Prozessoren deutlich mehr Leistung, was vor allem bei anspruchsvollen Grafik- und Layoutaufgaben spürbar war. Trotzdem konnte die Power-Macintosh-Reihe den massiven Vormarsch von Windows 95 im PC-Markt nicht stoppen, wie der Text ebenfalls nüchtern festhält. Rückblickend steht der 7100 für einen technisch gelungenen, aber marktpolitisch schwierigen Übergang in der Apple-Geschichte.


20th Anniversary Mac (1997)

20th Anniversary Mac (1997)
Mit dem 20th Anniversary Mac sollte der 20. Gründungstag von Apple am 1. April 1996 gefeiert werden, er kam aber ein Jahr später auf den Markt. Foto: Apple

Der 20th Anniversary Mac war ein Jubiläumsmodell, das eigentlich den 20. Gründungstag von Apple am 1. April 1996 feiern sollte, aber erst 1997 erschien. Er war ein extravagantes Designobjekt, eher Luxus-Gadget als Massenprodukt. Das flache, vertikale Gehäuse, das integrierte Display und die hochwertigen Materialien machten ihn zu einem Blickfang im Wohnzimmer. Technisch basierte er auf damals üblicher Mac-Hardware, aber der hohe Preis und die begrenzte Stückzahl machten ihn zu einem Nischenprodukt. Heute wird der 20th Anniversary Mac als seltenes Sammlerstück gesehen, das zeigt, wie experimentierfreudig Apple in Designfragen sein konnte.


Power Mac G3 (1997, beige)

Power Mac G3 (1997)
Der Power Mac G3 war ein leistungsfähiger Rechner, der schneller als der damalige Profirechner PowerMac 9600 war.

Der Power Mac G3 von 1997 war ein leistungsfähiger Profirechner und schneller als der damalige High-End-Rechner Power Mac 9600. Verantwortlich dafür war der neue G3-Prozessor, der pro Takt deutlich effizienter arbeitete als die vorherigen PowerPC-Chips. In der beige-farbenen Tower-Variante wirkte der Rechner optisch noch relativ konventionell, passte aber gut in professionelle Umgebungen. Für Grafik, Video und DTP bot er eine stabile Plattform mit reichlich Erweiterungsmöglichkeiten. Er markiert den Beginn der G3-Generation, die Apple wieder stärker als Performance-Marke platzierte.

Die wichtigsten Macs seit der Rückkehr von Steve Jobs


iMac (1998)

iMac (1998)
Mit dem iMac läutete Steve Jobs nach seiner Rückkehr den Kurswechsel ein. Apple stand damals am Rand der Pleite. Foto: Apple

Der iMac von 1998 war ein Wendepunkt in der Geschichte von Apple. Mit dem spektakulären All-in-one leitete Steve Jobs nach seiner Rückkehr den Kurswechsel ein. Apple stand damals am Rand der Pleite. Das transparente, bunte Gehäuse und das All-in-one-Design ohne Diskettenlaufwerk sorgten weltweit für Aufsehen. Der iMac war bewusst auf das Internet ausgerichtet und erleichterte Einsteigern den Zugang zum Netz. Gleichzeitig setzte er ein starkes Design-Statement, das sich von den grauen PC-Kästen der Konkurrenz deutlich abhob. Der kommerzielle Erfolg des iMac trug wesentlich dazu bei, Apple finanziell zu stabilisieren. Damit dürfte der erste iMac der wichtigste Mac aller Zeiten sein,


PowerBook G3 (1998)

PowerBook G3 (1998)
Das PowerBook G3 mit dem Codenamen „Kanga“ wurde von der Schauspielerin Meg Ryan im Film „You’ve Got Mail“ eingesetzt. Foto: Apple

Das PowerBook G3 von 1998, mit dem Codenamen „Kanga“, war eines der bekanntesten Apple-Notebooks seiner Zeit. Dieses PowerBook wurde im Film „You’ve Got Mail“ von der Schauspielerin Meg Ryan genutzt – ein schönes Beispiel für Product Placement. Technisch brachte der G3-Prozessor auch in die mobile Welt viel Leistung, was das Gerät für professionelle Nutzer attraktiv machte. Das robuste Gehäuse und die gute Tastatur machten es zu einem echten „Arbeitslaptop“. Durch seine Präsenz in der Popkultur ist das PowerBook G3 bis heute vielen Menschen im Gedächtnis geblieben.


iBook „blueberry“ (1999)

iBook blueberry (1999)
Apple-Chefdesigner Jony Ive setzte mit den bunten iBooks modische Akzente. Aber auch die Technik überzeugte die Käufer. Foto: Apple

Das iBook „blueberry“ von 1999 war Apples Antwort auf ein günstigeres, modisches Notebook für unterwegs. Chefdesigner Jony Ive setzte mit den bunten Gehäusefarben und der abgerundeten Form starke modische Akzente. Gleichzeitig überzeugte auch die Technik: WLAN („AirPort“) wurde hier populär gemacht, und das Gerät war robust genug für den Alltag von Studierenden und mobilen Anwendern. Das iBook unterschied sich bewusst vom seriösen Look der PowerBooks, um eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Es steht für die Phase, in der Apple Farbe, Emotion und Lifestyle ganz bewusst in die Computerwelt brachte.


Power Mac G3 (Blue & White, 1999)

Power Mac G3 (1999)
Mit dem Power Macintosh G3 (Blue & White) verabschiedete sich Apple auch bei den Towern vom beige-farbenen Gehäuse. Foto: Apple

Mit dem Power Macintosh G3 „Blue & White“ verabschiedete sich Apple 1999 auch bei den Towern vom beigefarbenen Standardgehäuse. Das blau-weiße, halbtransparente Design passte perfekt zur iMac-Ästhetik und machte selbst einen Tower zu einem Designobjekt. Technisch bot der Rechner starke G3-Prozessoren und gute Erweiterungsmöglichkeiten, blieb also ein ernstzunehmendes Arbeitsgerät. Besonders beliebt waren die leicht zu öffnenden Gehäuse, die Upgrades und Wartung vereinfachten. So verband der Power Mac G3 Blue & White Designmut mit praktischer Ingenieurskunst.


Power Mac G4 Cube (2000)

Power Mac G4 Cube (2000)
Bei Design-Fans ist der G4 Cube inzwischen ein begehrtes Sammlerstück. Zum Marktstart war er vielen Usern zu teuer. Foto: Apple

Der Power Mac G4 Cube von 2000 ist eines der radikalsten Design-Experimente in Apples Geschichte. Er ist heute bei Design-Fans ein begehrtes Sammlerstück, war aber zum Marktstart vielen Nutzern zu teuer. Das würfelförmige Gehäuse aus transparentem Kunststoff und Aluminium sah spektakulär aus und war extrem kompakt. Technisch bot der Cube G4-Leistung in einem sehr kleinen Volumen, allerdings mit einigen praktischen Kompromissen bei Aufrüstbarkeit und Kühlung. Der mäßige Markterfolg führte dazu, dass er nur kurz verkauft wurde, aber sein Einfluss auf das Image von Apple als Designfirma war enorm. Wir halten den Power Mac G4 Cube für den hübschesten Mac aller Zeiten.


PowerBook G4 (2000)

PowerBook G4 (2000)
Das PowerBook G4 Titanium war Apples erste Notebookserie, dessen Gehäuse überwiegend aus Metall besteht,. Die Baureihe basierte erstmals auf dem PowerPC-G4-Prozessor. Foto: Apple

Das PowerBook G4 „Titanium“ war Apples erstes Notebook mit überwiegend metallischem Gehäuse. Die Baureihe basierte erstmals auf dem PowerPC-G4-Prozessor. Das Gehäuse bestand zum ersten Mal vor allem aus Metall. Damit führte Apple eine neue Designlinie ein, die später in den Aluminium-MacBooks weiterentwickelt wurde. Das flache Profil, das große Display und die hochwertige Verarbeitung machten das Gerät bei Profis sehr beliebt. Es brachte die Botschaft rüber, dass Laptops nicht nur praktisch, sondern auch Premium-Produkte sein können. Für viele gilt das PowerBook G4 als Vorläufer des modernen MacBook-Designs.


Power Mac G4 (2001)

Power Mac G4 (2001)
Der Power Mac G4 als „Supercomputer“ beworben, weil die Maschine eine Leistung von 4 bis 20 Gigaflops erreichte. Foto: Apple

Der Power Mac G4 von 2001 wurde von Apple als „Supercomputer“ beworben. Laut Apple erreichte die Maschine eine Leistung von 4 bis 20 Gigaflops, was damals beachtlich war. In einigen Konfigurationen wurden sogar G4-Cluster in wissenschaftlichen Einrichtungen eingesetzt, weil sie Preis-Leistungsvorteile boten. Designseitig blieb Apple der transparent-bunten Sprache treu, die seit iMac und Blue-&-White-G3 etabliert war. Der Power Mac G4 zeigte, dass Apple nicht nur schöne Geräte, sondern auch ernsthafte Rechenleistung liefern konnte. Er war damit ein wichtiges Werkzeug für Grafik, Video und wissenschaftliche Anwendungen.


iMac (2002)

iMac (2002)
iMac (2002), Foto: Apple

Der iMac von 2002 markierte die Umstellung auf ein neues All-in-one-Design: der Rechner im „Halbkugel-Fuß“ mit schwenkbarem Flachbildschirm. Das Foto zeigt ein sehr markante, fast lampenartige Erscheinungsbild. Die technische Idee war, den Bildschirm leicht ausrichten zu können und gleichzeitig den Schreibtisch optisch „aufzuräumen“. Mit dem Wechsel zum LCD-Display wirkte der iMac moderner und platzsparender als die alten Röhrenmodelle. Dieses Modell gilt vielen als eines der schönsten iMac-Designs.


iBook G4 (2003)

iBook G4 (2003)
iBook G4 (2003). Das Notebook wurde von Apple als Muliimediahub beworben
Foto: Apple

Das iBook G4 von 2003 war die Weiterentwicklung der iBook-Reihe mit G4-Prozessor. Auf dem Bild sieht man das schlichte, weiße Gehäuse, das den farbigen Clamshell-iBooks folgte. Damit orientierte sich Apple gestalterisch stärker an einer minimalistischen, klaren Linie, die später in den MacBooks fortgesetzt wurde. Technisch brachte der G4-Prozessor deutlich mehr Leistung für Grafik und Multimedia. Das iBook G4 war vor allem im Bildungsbereich und bei Studierenden verbreitet, weil es relativ robust und vergleichsweise erschwinglich war. Es steht für die Phase, in der Apple vom „bunten Lifestyle“ zum „weißen Minimalismus“ wechselte.


Power Macintosh G5 (2003)

Power Macintosh G5 (2003)
Der Power Macintosh wurde als der weltweit erste 64-Bit-Desktop-Computer vermarktet. Anwender liebten seine gute Erweiterbarkeit und das ikonische „Käsereiben“-Design. Foto: Bernie Kohl – CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22555348

Der Power Macintosh G5 wurde als weltweit erster 64-Bit-Desktop-Computer vermarktet. Anwender liebten seine gute Erweiterbarkeit und vor allem das ikonische „Käsereiben“-Design des Aluminiumgehäuses. Im Inneren sorgte eine ausgefeilte Luftführung (und teilweise Wasserkühlung in späteren Modellen) für angemessene Temperaturen bei hoher Rechenleistung. Der G5 wurde in vielen Profi-Studios, Agenturen und in der Videoproduktion eingesetzt. Er bildet zugleich den Schlusspunkt der PowerPC-Ära im High-End-Bereich, bevor Apple später auf Intel-Prozessoren umstieg.


iMac (2005)

iMac (2005)
iMac (2005), Foto: Apple

Der iMac von 2005 führte konsequent das Prinzip „Computer im Bildschirm“ weiter. Für den Nutzer bedeutete das: weniger Kabel, weniger Teile, ein aufgeräumter Schreibtisch. Mit zunehmender Prozessorleistung und größeren Festplatten wurde dieser iMac zu einem universellen Familien- und Bürocomputer. Dieses Designkonzept prägte die iMac-Linie über viele Jahre hinweg und schärfte das Bild vom iMac als schlankem All-in-one-Gerät.


iMac (2007)

iMac (2007)
iMac (2007), Foto: Apple

Der iMac von 2007 war der nächste Schritt zum modernen Aluminium-iMac. Das Foto zeigt das flache Gehäuse mit Aluminiumfront und schwarzem Displayrahmen. Apple setzte hier stärker auf Metall und Glas, was dem Gerät einen deutlich edleren und professionelleren Look gab. Gleichzeitig wurden die Displays größer, was besonders für Foto- und Videobearbeitung attraktiv war. Mit diesem Modell positionierte sich der iMac immer deutlicher als Hauptrechner für viele Nutzer, nicht nur als „Zweitgerät“. Das Aluminium-Design wurde zum neuen Standardbild des iMac.


iMac (2013)

iMac (2013)
iMac (2013), Foto: Apple

Der iMac von 2013 ist vor allem für sein extrem schlank wirkendes Gehäuse bekannt. Auf dem Bild fällt der sehr dünne Rand an den Seiten auf, der den „all-in-one“-Charakter nochmals unterstreicht. Technisch war er mit schnellen Prozessoren, SSDs und hochauflösenden Displays ausgestattet, was ihn zum leistungsfähigen Arbeitsrechner machte. Die Verschmelzung von leistungsstarker Hardware und elegantem Design war hier besonders sichtbar. Für viele Nutzer wurde der iMac 2013 zum Symbol dafür, dass man keinen großen Tower mehr unter dem Tisch braucht, um professionelle Arbeit zu leisten.


Mac mini (2014)

Mac mini (2014)
Mac mini (2014), Foto: Apple

Der Mac mini von 2014 repräsentiert das Konzept „Bring your own display, keyboard and mouse“. Das Foto zeigt den kompakten, quaderförmigen Rechner, der problemlos auf eine Handfläche passt. Er richtete sich an Nutzer, die bereits Peripherie besitzen oder spezielle Setups nutzen wollten, etwa an Fernsehern oder in Studios. Trotz seiner Größe bot der Mac mini genug Leistung für viele Alltagsaufgaben und leichte professionelle Anwendungen. Damit war er ein beliebter Einstiegs-Mac und zugleich ein flexibler Baustein für Medien- oder Serverlösungen.


MacBook Pro mit Touch Bar (2016)

MacBook Pro (2016)
Touchscreen im MacBook Pro (2016)
Foto: Apple

Im MacBook Pro (2016) ersetzte die Touch Bar – eine schmale, berührungsempfindliche OLED-Leiste oberhalb der Tastatur – ersetzte die klassischen Funktionstasten und passte sich dynamisch an Apps an. Apple wollte damit neue Bedienkonzepte ermöglichen, etwa Kontextknöpfe für Video-Schnitt, Musikproduktion oder Office-Anwendungen. Das Design des MacBook Pro wurde dabei dünner und moderner, was aber teils auch Kritik wegen der Tastatur mit sich brachte. Die Touch Bar bleibt ein experimenteller Schritt in der Mac-Geschichte, der zeigt, wie Apple mit neuen Interaktionsformen spielt.


iMac mit M1-Chip (2021)

iMac mit M1-Chip (2021)
iMac mit M1-Chip (2021), Foto: Apple

Der iMac mit M1-Chip von 2021 markierte den Übergang zu Apples eigenen ARM-basierten Prozessoren im Desktopbereich. Das iMac-Modell steht für das farbige, sehr flache Design mit dem neuen Chip im Inneren. Der M1 brachte hohe Energieeffizienz und überraschend starke Performance, was den iMac auch für anspruchsvollere Aufgaben attraktiv macht. Das neue Design mit bunten Rückseiten erinnert bewusst an die farbigen iMacs der späten 90er, verbindet Nostalgie mit moderner Technik. Damit symbolisiert dieser iMac einen Neustart der Mac-Plattform auf eigener Chip-Basis.


Mac Studio (2022)

Mac Studio (2022)
Mac Studio (2022), Foto: Apple

Der Mac Studio von 2022 ist ein kompakter Hochleistungsrechner für professionelle Anwender. Dieses Kraftpaket verfügt über ein stapelartiges, etwas höheres Gehäuse – fast wie ein „doppelter“ Mac mini. Im Inneren arbeiten M1 Max oder M1 Ultra Chips, die enorme Rechen- und Grafikleistung bei relativ geringem Platzbedarf liefern. Er richtet sich an Videoeditoren, 3D-Künstler, Entwickler und andere Profis, die Tower-Leistung ohne riesigen Tower wollen. Viele Ports auf der Rückseite und zum Teil sogar vorne erleichtern den Anschluss von Peripherie. Der Mac Studio schließt die Lücke zwischen iMac und klassischem Mac Pro.


Studio Display (2022)

Studio Display (2022)
Studio Display (2022), Foto: Apple

Das Studio Display von 2022 ist zwar kein Mac im eigentlichen Sinn, aber ein zentraler Teil vieler modernen Mac-Setups. Das Gerät besteht aus einem klassischen, schlichten Apple-Display mit integriertem Standfuß. Es bietet ein hochauflösendes Panel, eine integrierte Kamera und Lautsprecher und ist vor allem für Nutzer von Mac mini, Mac Studio und Laptops gedacht. Apple knüpft damit an die Tradition hochwertiger, designorientierter Displays an, die optisch perfekt zum Mac passen. Das Studio Display erlaubt es, modulare Setups zu bauen, ohne auf die Ästhetik eines all-in-one iMacs zu verzichten.


Mac Pro (2023)

Mac Pro (2023)
Mac Pro (2023), Foto: Apple

Der Mac Pro von 2023 ist Apples aktueller Spitzenrechner im modularen Bereich. Das Design erinnert das vertraute „Käsereiben“-Gehäuse, nun aber mit Apple Silicon im Inneren. Er richtet sich an professionelle Anwender mit extremen Anforderungen, etwa in Filmproduktion, 3D-Rendering oder Wissenschaft. Der Mac Pro kombiniert die Leistungsfähigkeit der M-Chips mit Steckplätzen und Erweiterbarkeit, die viele Studios benötigen. Damit bildet er die Spitze der Mac-Produktpalette und schließt den Übergang von Intel-Prozessoren zu Apple Silicon im High-End-Segment ab

3 thoughts on “Die wichtigsten Macs aller Zeiten

  • Noé Marti

    Was ist mit den Centris, Quadras und PowerMacintosh 7100/8100/9500….das waren die DTP „Workhorses“ der 90er Jahre…schon vergessen?

    Antwort
  • Noé Marti

    PowerMac G5 und MacPro 2008-2012 sollten hier auch nicht fehlen…

    Antwort

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