Die Geschichte von Apple: Die Achterbahnfahrt von der Garage im Silicon Valley zum wertvollsten Konzern der Welt

Apple hat in seiner Geschichte Höhen und Tiefen erlebt: Kurz vor der Rückkehr von Steve Jobs 1997 stand das Unternehmen sogar kurz vor der Pleite. In der zweiten Ära wurde Apple dann nicht nur gerettet, sondern erklomm den globalen Börsengipfel. Der derzeitige Apple-Chef Tim Cook konnte diese Stellung sogar ausbauen, musste aber auch Rückschläge hinnehmen. Die Achterbahnfahrt für Apple ist lange noch nicht zu Ende.

Eine Zufallsbegegnung hat den Lauf der Computergeschichte entscheidend geprägt: Über Bill Fernandez, einen gemeinsamen Freund, lernten sich 1971 der 15 Jahre alte Highschool-Schüler Steve Jobs und der fünf Jahre ältere College-Student Steve Wozniak kennen. Die beiden “Steves” konnten sich für Elektronik begeistern, liebten derbe Späße und wurden so trotz des Altersunterschieds enge Freunde.

Steve Jobs und Steve Wozniak (1976)
Steve Jobs und Steve Wozniak (1976)

Wozniak, den alle nur “Woz” nannten, war ein Einzelgänger und leidenschaftlicher Tüftler, der als technisches Genie unter den vielen anderen jungen Computer-Bastlern im Silicon Valley herausragte. Jobs fehlte dieses Talent, er hatte aber schon als junger Mann – im Gegensatz zu Woz – eine konkrete Vorstellung davon, wie man mit Technologie die Welt verändern und auch Geld verdienen kann.

Eine erste prägende Erfahrung, wie man mit neuer Technologie alte Strukturen überlisten kann, machten die beiden Steves beim “Blueboxing”. In einem “Esquire”-Artikel las Woz, wie Hacker und Phreaker eine Methode gefunden hatten, kostenlos Ferngespräche zu führen. Held des Artikels war der Hacker “Captain Crunch”. Er hatte mit Hilfe einer Plastikpfeife aus einer Cornflakes-Packung herausgefunden, wie man mit bestimmten Tönen die Systeme des Telefongiganten AT&T manipulieren konnte, um kostenlose Telefonate zu ermöglichen. Die beiden Steves waren elektrisiert.

Wozniak and Jobs Blue Box, ca. 1972.
Blue Box von Wozniak und Jobs (1972)

Woz konstruierte aus billigen Elektronik-Teilen und einem kleinen Lautsprecher ein vollgestopftes Kästchen, mit dem man die Tonfolgen viel präziser und eleganter erzeugen konnte als mit der Spielzeug-Pfeife. „Mit einer Blue-Box konnten wir dem System vorgaukeln, wir seien ein Telefon-Computer“, erinnerte sich Steve Jobs später. „Du konntest aus einer Telefonzelle White Planes, New York, anrufen, dann eine Satellitenverbindung nach Europa aufbauen, eine Kabelstrecke in die Türkei legen, nach Los Angeles zurückverbinden. Man konnte eine Verbindung drei, vier Mal um den Globus herum aufbauen und ein Telefon in der Nachbarschaft anrufen. Wenn man etwas in den Hörer rief, kam es 30 Sekunden später auf dem anderen Hörer an.“

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Wie die Gründer von Apple reich wurden

1980: Börsengang Apple Computer

Die beiden maßgeblichen Gründer von Apple, Steve Jobs und Steve Wozniak, stammten aus kleinen Verhältnissen. Ohne großes Budget machten sie sich daran, die ersten Personal Computer zu entwickeln. Mit dem Börsengang von Apple 1980 zahlte sich der Wagemut der beiden aus. Richtig reich wurde Steve Jobs allerdings erst nach seinem Weggang von Apple.

Die wichtigsten Auftritte von Steve Jobs im Video

Steve Jobs in Stanford

Dies ist meine persönliche Auswahl der wichtigsten öffentlichen Auftritte von Steve Jobs, die häufig im Rahmen von Macworld-Keynotes abliefen:

Warnung vor “Big Brother” IBM und Preview des Macintosh-Werbespots (Herbst 1983)

 

Im Herbst 1983 führte Steve Jobs vor Mitarbeitern von Apple den berühmten “1984”-Werbespot für den ersten Apple Macintosh vor und stimmte sein Team auf bevorstehenden Launch des Macs ein. Das große Feindbild war damals nicht Microsoft, sondern IBM.

Präsentation des Apple Macintosh (24. Januar 1984)

Bühne der wohl bedeutendsten Produkt-Einführung von Apple war nicht eine Messe wie die Macworld Expo, sondern die Aktionärsversammlung der Apple Computer Inc. am 24. Januar 1984. Jobs rezitierte Bob Dylan und ließ sich von dem ersten Mac als sein “geistiger Vater” feiern.

Demo NeXTSTEP Release 3 (1992)

1985 verließ Steve Jobs im Streit mit dem damaligen Apple-CEO John Sculley, die Firma, die er mitbegründet hatte. Aus seinem Aktienvermögen finanzierte er dann seinen Einstieg ins Animationsfilm-Geschäft (Pixar) und baute eine neue Computerfirma (NeXT) auf. NeXT blieb der große kommerzielle Durchbruch versagt, aber das Betriebssystem NeXTSTEP (hier eine Video-Demo aus dem Jahr 1992) war bahnbrechend. Etliche dieser Innovationen landeten später zusammen mit Steve Jobs wieder bei Apple und wurden Bestandteil von Mac OS X.

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