(Stand: Mai 2018)

1976
Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gründen mit Hilfe des Wagniskapitalgebers Armas Clifford “Mike” Markkula Apple Computer um den Apple I zu vermarkten. Wayne steigt nach wenigen Wochen wieder aus, weil er das Risiko als Familienvater nicht tragen möchte.

Apple I (1976)

Apple I (1976)

Im Mai 1976 stellt “Woz” den Apple I auf dem Meeting des Homebrew Computer Clubs vor. Der Rechner kostet 666,66 Dollar. Paul Terell, Chef des Kette Byte Shop platziert alleine 50 Bestellungen. Ingesamt werden rund 200 Exemplare verkauft.

1977

Apple II (1977)

Apple II (1977)

Im April bringt Apple den Apple II auf den Markt. Die Apple-II-Baureihe war ein offenes System, das heißt, alle wesentlichen Konstruktionsdetails wurden veröffentlicht. Dieses Bauprinzip wurde später von IBM kopiert und als IBM-PC vermarktet. Der Apple II entwickelte sich zum ersten Microcomputer, der eine weite Verbreitung fand. Er kostete zur Einführung 1.295 Dollar.

1978
Jef Raskin (34) fängt bei Apple Computer an. Er ist Beschäftigter Nummer 31.
1979

Jef Raskin (vorne) und Steve Jobs

Jef Raskin (vorne) und Steve Jobs

Ein Forschungsprojekt für einen neuen Niedrigpreis-Computer wird unter der Leitung von Jef Raskin gestartet. Daraus sollte später das Macintosh-Projekt werden. Raskin verlässt Apple im Jahr 1982, noch bevor der Mac auf den Markt kam, weil er die Einmischungen von Steve Jobs nicht akzeptieren wollte.

Im Juni 1979 wird der Apple II+ für 1.195 Dollar auf den Markt gebracht.

Im Juli 1979 wird das Projekt für den Apple Lisa gestartet. Der Rechner sollte eigentlich im März 1981 fertig sein. Tatsächlich dauerte es bis zum Januar 1983.

Steve Jobs und seine Mitarbeiter bei Apple besuchen das legendäre Forschungsinstitut Xerox PARC, wo sie mehrere neuartige Technologien sehen. Dazu gehören der Xerox Alto, der erste Personal Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche, die Computer-Maus sowie die objekt-orientierte Programmierung.

1980
Apple geht an die Börse.

Die Spezifikationen für den Apple Lisa werden erarbeitet. Darin befinden sich etliche Features, die Apple-Mitarbeiter im PARC gesehen haben.

1981
Steve Jobs übernimmt das Macintosh-Projekt.

IBM führt seinen PC ein. Apple “begrüßt” IBM in einer Anzeige im PC-Markt.
Steve Wozniak verunglückt mit einem Privatflugzeug und zieht sich teilweise von Apple zurück.

1983

Jef Raskin kündigt, nachdem er von Steve Jobs aus dem Macintosh-Projekt gedrängt wird.

1983

Apple Lisa (1983)

Apple Lisa (1983)

Der Apple Lisa kommt am 22. Januar 1983 für 9.995 Dollar auf den Markt. Da der Absatz stockt, sinkt der Preis Ende des Jahres auf 6.995 Dollar.

Bei Apple werden die bislang konkurrierenden Abteilungen für Lisa und Mac verschmolzen.

Im April überzeugt Steve Jobs den Präsidenten von Pepsico, John Sculley, zu Apple zu kommen. “Wollen Sie den Rest Ihres Lebens Zuckerwasser verkaufen, oder wollen Sie die Chance ergreifen und die Welt verändern?”, lautete die legendäre Frage von Jobs, mit der er letztlich Sculley als Apple-Chef gewinnen konnte.

Um sich für das Werbefilm-Festival in Cannes qualifizieren zu können, lässt Apple den berühmten Big-Brother-Werbespot für den Mac im Dezember 1983 auf dem TV-Sender KMVT in Twin Falls (Idaho) ausstrahlen. Am 22. Januar 1984, sechs Wochen später, wird der Spot dann in einer Werbepause im SuperBowl XVIII gesendet. Die Werbung räumte nicht nur in Cannes ab, sondern wurde von den TV-Sendern in den News immer wieder ausgestrahlt. Die Agentur Chiat/Day errechnete, dass der “1984”-Spot kostenlose Publicity im Wert von über fünf Millionen Dollar generiert hat.

1984

24. Januar: Der Mac kommt für 2.495 Dollar auf den Markt. Der Apple Lisa 2 ist für 3.495 Dollar zu haben.

Apple startet das Werbeprogramm “Test a Mac”. Interessenten können einen Mac kostenlos für 24 Stunden von einem Händler nach Hause nehmen, um ihn auszuprobieren. Obwohl die Aktion bis dahin einzigartig und innovativ war, zeigt das Programm nicht den gewünschten Erfolg. Zum einen sind zu wenige Macs zunächst erhältlich. Und viele Kunden bringen die Rechner nicht mehr in einem einwandfreien Zustand zurück in die Läden, so dass erhebliche Reparaturkosten anfallen.

Der erste Apple Macintosh (1984)

Der erste Apple Macintosh (1984)

24. April: Der Apple IIc wird vorgestellt. Mit dem verschiedenen Apple-II-Reihen bestreitet Apple den Hauptteil seines Geschäftes.

1985
Der Absatz des Macs stockt, weil zu wenige Anwendungen verfügbar sind. Nach einem Machtkampf mit dem damaligen Apple-CEO John Sculley wird Steve Jobs von seinen operativen Aufgaben entbunden. Jobs kehrt Apple den Rücken und gründet die Computerfirma NeXT Inc. und kauft mit dem Erlös aus Aktienverkäufen die Trickfilmsparte von Lucas Film, woraus Pixar entsteht.

Der Apple Lisa wird eingestellt. Einige Modelle werden umgewandelt und als Mac XL verkauft.

Microsoft lizenziert einige der Mac-Technologien, um sein Office-Paket fürden Mac entwickeln zu können. Ende 1985 veröffentlicht Microsoft seine erste Windows-Version 1.01.

1987
Apple baut den Mac II, den ersten Mac, der nicht auf ein All-in-one-Design setzt. Der Mac II kann auch Farb-Displays unterstützen. Gleichzeitig bringt Apple den Mac SE mit dem klassischen All-in-One-Design auf den Markt. Beide Maschinen ermöglichen erstmals die Aufnahme von Erweiterungssteckplätzen in Macs.

Die installierte Basis der Mac-Benutzer wächst auf 1 Mio. Anwender.

Ross Perot investiert 20 Millionen Dollar in NeXT, Inc.

Im August 1987 veröffentlicht Microsoft seine erste Windows-Version, die aber quasi unbrauchbar ist.

1988
Das stark verbesserte Windows 2.03 wird freigegeben. Apple verklagt Microsoft wegen verschiedener Ähnlichkeiten zwischen Windows und Mac OS. Microsoft entgegnet den Vorstoß mit einer Gegenklage und bezieht sich dabei auf den Lizenzvertrag aus dem Jahr 1985. Es kommt zu einer langwierigen juristischen Schlacht, mit der Apple die Weiterentwicklung von Windows nicht stoppen kann. Microsoft setzt sich 1992 vor Gericht durch und gewinnt auch zwei Jahre später die Berufungsinstanz. 1995 bestätigt der US Supreme Court die Ablehnung der Berufung.

1989
Xerox verklagt Apple wegen der Benutzeroberfläche des Macs und des Apple Lisa. Die Klage wird ein Jahr später abgewiesen.

Apple Computer wird außerdem von der Apple Corps Ltd., der Plattenfirma der Beatles, wegen eines Verstoßes gegen das Markenrecht verklagt. 2006 verlieren die Beatles zunächst. In 2010 einigen sich die Widersacher. Die Vereinbarung sieht vor, dass künftig die kalifonische Apple Inc. (ehemals Apple Computer Inc.) alle Rechte an der Marke “Apple” und dem Apfellogo besitzen und dafür einige Nutzungsrechte von der Beatles-Plattenfirma Apple Corps Ltd. lizenzieren wird.

Apple entsorgt nicht verkaufte Modelle des Lisa in einer Mülldeponie in Logan, Utah.

Macintosh Portable (1989)

Macintosh Portable (1989)

Apple führt den Macintosh Portable ein. Das Gerät wiegt rund sieben Kilogramm und wurde zunächst ohne eine Hintergrundbeleuchtung am Bildschirm ausgeliefert. Der Portable wurde daher seinem Namen kaum gerecht und verkaufte sich nicht gut.

1990

Steve Jobs bringt die NeXTstation für 4.995 auf den Markt, ein Jahr nach der Vorstellung des Betriebssystems NeXTstep OS

1991
Apple zieht Konsequenzen aus dem Portable-Debakel und bringt das viel leichtere und kompaktere PowerBook 100, das erste echte Mac-Notebook, auf den Markt.

1992
Mit der Subnote-Familie PowerBook Duo setzt Apple neue Zeichen. Eine Docking-Station sorgt dafür, dass etliche Schnittstellen im PowerBook Duo selbst nicht vorhanden sein müssen, um Gewicht und Platz zu sparen.

Apple und Novell starten das Projekt “Star Trek, mit dem man das Macintosh-Betriebssystem auf Intel-Hardware zum Laufen bringen möchte. Ein erstes Proof-of-Concept wird erstellt. Das Projekt wird allerdings 1993 wieder aufgegeben.

Microsoft bringt Windows 3.1 auf den Markt und macht Apple immer stärker Konkurrenz.

1993

Michael Spindler

Michael Spindler

Apple liefert die ersten Power Macintosh-Modelle aus. In diesen Rechnern steckt nicht mehr ein 680×0-Prozessor von Motorola, sondern die moderneren PowerPC-Chips, die von Motorola und IBM produziert werden.

Apple bringt zum Macworld Expo in Boston im August 1983  den PDA Apple Newton auf den Markt. Das futuristische Gerät erweist sich geschäftlich als wenig erfolgreich, weil wichtige Features wie die Handschriftenerkennung nur mäßig funktionieren. Der Newton-Flop untergräbt auch die Machtstellung von Apple-CEO John Sculley.

Michael Spindler, der bei Apple “The Diesel” genannt wird, löst  Sculley als Chef von Apple ab. Sculley bleibt zunächst Chairman.

1994
Der erste “DOS-kompatible” Mac, der Quadra 610, wird vorgestellt. Er enthält eine zweite Hauptplatine und weitere Komponenten, um darauf parallel zum Mac OS auch DOS und frühe Windows-Versionen laufen lassen zu können. Es folgen noch eine Handvoll Macs, die ebenfalls “DOS-kompatibel” sind.

Apple lizenziert sein Betriebssystem Mac OS an ausgewählte Mac-Klon-Hersteller wie Power Computing oder Umax. Dabei behält Apple die Kontrolle über wesentliche Bestandteile des Hardware-Designs, das von den Lizenznehmern verwendet wird.

Unter dem Code-Namen “Copland” startet Apple den ersten Versuch, sein in die Jahre gekommenes Betriebssystem zu ersetzen.

In der Betriebbsystemsversion Mac OS 7.5 führt Apple die Tools Mac Easy Openu und PC-Exchange ein. Sie ermöglichen den Austausch von Disketten und Dateien mit PCs unter DOS oder Windows.

1995
Power Computing liefert die ersten Mac-Klones aus: Power, PowerWave und PowerCurve.

1996
Das PowerBook 1400 wird das erste Mac Notebook, das mit einem internen optischen Laufwerk ausgeliefert wird.

Apple friert Entwicklung von Copland ein und beginnt mit der Suche nach Unternehmen, die ein technologisches Fundament für die nächste Generation eines Betriebssystems liefern können. In die engere Auswahl gerät die Firma Be Inc., die von ehemaligen Apple-Manager Jean-Louis Gassée gegründet worden war. Das Unternehmen hatte das BeOS entwickelt.
Apple-CEO Michael Spindler wird durch Gil Amelio ersetzt.

1997
Apple führt den Power Mac G3 ein. Es ist der erste Mac mit dem PowerPC G3-Prozessor. Zum zwanzigsten Gründungtag von Apple erscheint der Twentieth Anniversary Mac. In einem All-in-one-Design verbaut Apple erstmals einen LCD-Flat-Panel-Bildschirm für Desktop-Macs. Der Jubiläums-Mac kostet stolze 7.500 Dollar. Dafür erhalten die Kunden ein Setup durch einen Concierge-Service. Später sinkt der Preis des “Spartacus” deutlich.

Apple entscheidet sich überraschend gegen BeOS und übernimmt NeXT, um das NeXT-Betriebssystem OpenStep als Basis für das eigene neue Betriebssystem zu verwenden. Dieser Deal bringt auch Steve Jobs zu Apple zurück, zunächst als Berater.
Apple kündigt Rhapsody, den Code-Namen für das neue Mac OS auf Basis von NeXT OpenStep, für Entwickler an.
Apple veröffentlicht Mac OS 8. Unter diesem Namen sollte ursprünglich das Copland-System veröffentlicht werden. Da die Klon-Lizenz Vereinbarungen an Mac OS 7.x gebunden sind, bedeutet dieser Schritt den Anfang vom Ende der Mac-Klon-Ära.

Gil Amelio tritt als Apple-CEO zurück und macht den Platz and der Spitze des Konzerns für Steve Jobs frei.

1998
Steve Jobs baut das Angebot von Apple um, verabschiedet sich von Produkten wie dem Apple Newton und führt den iMac als Eckpfeiler der Apple-Produktpalette ein. Es ist der erste Mac mit einem USB- und SCSI-Anschluss.

Der erste iMac (1997)

Der erste iMac (1997)

Umax stellt den letzten Mac-Klone, den SuperMac, ein.

1999
Der Power Mac G3 Blue & White wird eingeführt. Das clevere Tower-Design mit einer leicht zu öffnenden Verriegelung, den Mac so leicht wie aufzurüsten oder zu reparieren.

Die erste iBook greift das farbenfrohe Design des iMacs auf und soll die Position von Apple im Bildungsmarkt wieder neu aufbauen.

 

Die Macintosh-Hardware wird mit einem Multimedia-Softwarepaket ausgeliefert: Im Oktober 1999 wurde zunächst iMovie vorgestellt, mit der man bequem Heimvideos bearbeiten konnte. Später kamen iDVD für die semi-professionelle DVD-Produktionen hinzu. Mit iPhoto, Garage Band und iWeb wurde dann das iLife-Paket geschnürt: Der Mac entwickelte sich damit zum “Hub” (Verteilstation) des digitalen Lebens.

Weiterlesen:
Timeline – Die Geschichte von Apple (2000 – 2009)

Timeline – Die Geschichte von Apple (2010 – 2018)