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Timeline: Die Geschichte von Apple (1976-2016)

(Stand: 1. April 2016)

1976
Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gründen mit Hilfe des Wagniskapitalgebers Armas Clifford „Mike“ Markkula Apple Computer um den Apple I zu vermarkten. Wayne steigt nach wenigen Wochen wieder aus, weil er das Risiko als Familienvater nicht tragen möchte.

Apple I (1976)
Apple I (1976)

Im Mai 1976 stellt „Woz“ den Apple I auf dem Meeting des Homebrew Computer Clubs vor. Der Rechner kostet 666,66 Dollar. Paul Terell, Chef des Kette Byte Shop platziert alleine 50 Bestellungen. Ingesamt werden rund 200 Exemplare verkauft.

1977

Apple II (1977)
Apple II (1977)

Im April bringt Apple den Apple II auf den Markt. Die Apple-II-Baureihe war ein offenes System, das heißt, alle wesentlichen Konstruktionsdetails wurden veröffentlicht. Dieses Bauprinzip wurde später von IBM kopiert und als IBM-PC vermarktet. Der Apple II entwickelte sich zum ersten Microcomputer, der eine weite Verbreitung fand. Er kostete zur Einführung 1.295 Dollar.

1978
Jef Raskin (34) fängt bei Apple Computer an. Er ist Beschäftigter Nummer 31.
1979

Jef Raskin (vorne) und Steve Jobs
Jef Raskin (vorne) und Steve Jobs

Ein Forschungsprojekt für einen neuen Niedrigpreis-Computer wird unter der Leitung von Jef Raskin gestartet. Daraus sollte später das Macintosh-Projekt werden. Raskin verlässt Apple im Jahr 1982, noch bevor der Mac auf den Markt kam, weil er die Einmischungen von Steve Jobs nicht akzeptieren wollte.

Im Juni 1979 wird der Apple II+ für 1.195 Dollar auf den Markt gebracht.

Im Juli 1979 wird das Projekt für den Apple Lisa gestartet. Der Rechner sollte eigentlich im März 1981 fertig sein. Tatsächlich dauerte es bis zum Januar 1983.

Steve Jobs und seine Mitarbeiter bei Apple besuchen das legendäre Forschungsinstitut Xerox PARC, wo sie mehrere neuartige Technologien sehen. Dazu gehören der Xerox Alto, der erste Personal Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche, die Computer-Maus sowie die objekt-orientierte Programmierung.

1980
Apple geht an die Börse.

Die Spezifikationen für den Apple Lisa werden erarbeitet. Darin befinden sich etliche Features, die Apple-Mitarbeiter im PARC gesehen haben.

1981
Steve Jobs übernimmt das Macintosh-Projekt.

IBM führt seinen PC ein. Apple „begrüßt“ IBM in einer Anzeige im PC-Markt.
Steve Wozniak verunglückt mit einem Privatflugzeug und zieht sich teilweise von Apple zurück.

1983

Jef Raskin kündigt, nachdem er von Steve Jobs aus dem Macintosh-Projekt gedrängt wird.

1983

Apple Lisa (1983)
Apple Lisa (1983)

Der Apple Lisa kommt am 22. Januar 1983 für 9.995 Dollar auf den Markt. Da der Absatz stockt, sinkt der Preis Ende des Jahres auf 6.995 Dollar.

Bei Apple werden die bislang konkurrierenden Abteilungen für Lisa und Mac verschmolzen.

Im April überzeugt Steve Jobs den Präsidenten von Pepsico, John Sculley, zu Apple zu kommen. „Wollen Sie den Rest Ihres Lebens Zuckerwasser verkaufen, oder wollen Sie die Chance ergreifen und die Welt verändern?“, lautete die legendäre Frage von Jobs, mit der er letztlich Sculley als Apple-Chef gewinnen konnte.

Um sich für das Werbefilm-Festival in Cannes qualifizieren zu können, lässt Apple den berühmten Big-Brother-Werbespot für den Mac im Dezember 1983 auf dem TV-Sender KMVT in Twin Falls (Idaho) ausstrahlen. Am 22. Januar 1984, sechs Wochen später, wird der Spot dann in einer Werbepause im SuperBowl XVIII gesendet. Die Werbung räumte nicht nur in Cannes ab, sondern wurde von den TV-Sendern in den News immer wieder ausgestrahlt. Die Agentur Chiat/Day errechnete, dass der „1984“-Spot kostenlose Publicity im Wert von über fünf Millionen Dollar generiert hat.

1984

24. Januar: Der Mac kommt für 2.495 Dollar auf den Markt. Der Apple Lisa 2 ist für 3.495 Dollar zu haben.

Apple startet das Werbeprogramm „Test a Mac“. Interessenten können einen Mac kostenlos für 24 Stunden von einem Händler nach Hause nehmen, um ihn auszuprobieren. Obwohl die Aktion bis dahin einzigartig und innovativ war, zeigt das Programm nicht den gewünschten Erfolg. Zum einen sind zu wenige Macs zunächst erhältlich. Und viele Kunden bringen die Rechner nicht mehr in einem einwandfreien Zustand zurück in die Läden, so dass erhebliche Reparaturkosten anfallen.

Der erste Apple Macintosh (1984)
Der erste Apple Macintosh (1984)

24. April: Der Apple IIc wird vorgestellt. Mit dem verschiedenen Apple-II-Reihen bestreitet Apple den Hauptteil seines Geschäftes.

1985
Der Absatz des Macs stockt, weil zu wenige Anwendungen verfügbar sind. Nach einem Machtkampf mit dem damaligen Apple-CEO John Sculley wird Steve Jobs von seinen operativen Aufgaben entbunden. Jobs kehrt Apple den Rücken und gründet die Computerfirma NeXT Inc. und kauft mit dem Erlös aus Aktienverkäufen die Trickfilmsparte von Lucas Film, woraus Pixar entsteht.

Der Apple Lisa wird eingestellt. Einige Modelle werden umgewandelt und als Mac XL verkauft.

Microsoft lizenziert einige der Mac-Technologien, um sein Office-Paket fürden Mac entwickeln zu können. Ende 1985 veröffentlicht Microsoft seine erste Windows-Version 1.01.

1987
Apple baut den Mac II, den ersten Mac, der nicht auf ein All-in-one-Design setzt. Der Mac II kann auch Farb-Displays unterstützen. Gleichzeitig bringt Apple den Mac SE mit dem klassischen All-in-One-Design auf den Markt. Beide Maschinen ermöglichen erstmals die Aufnahme von Erweiterungssteckplätzen in Macs.

Die installierte Basis der Mac-Benutzer wächst auf 1 Mio. Anwender.

Ross Perot investiert 20 Millionen Dollar in NeXT, Inc.

Im August 1987 veröffentlicht Microsoft seine erste Windows-Version, die aber quasi unbrauchbar ist.

1988
Das stark verbesserte Windows 2.03 wird freigegeben. Apple verklagt Microsoft wegen verschiedener Ähnlichkeiten zwischen Windows und Mac OS. Microsoft entgegnet den Vorstoß mit einer Gegenklage und bezieht sich dabei auf den Lizenzvertrag aus dem Jahr 1985. Es kommt zu einer langwierigen juristischen Schlacht, mit der Apple die Weiterentwicklung von Windows nicht stoppen kann. Microsoft setzt sich 1992 vor Gericht durch und gewinnt auch zwei Jahre später die Berufungsinstanz. 1995 bestätigt der US Supreme Court die Ablehnung der Berufung.

1989
Xerox verklagt Apple wegen der Benutzeroberfläche des Macs und des Apple Lisa. Die Klage wird ein Jahr später abgewiesen.

Apple Computer wird außerdem von der Apple Corps Ltd., der Plattenfirma der Beatles, wegen eines Verstoßes gegen das Markenrecht verklagt. 2006 verlieren die Beatles zunächst. In 2010 einigen sich die Widersacher. Die Vereinbarung sieht vor, dass künftig die kalifonische Apple Inc. (ehemals Apple Computer Inc.) alle Rechte an der Marke „Apple“ und dem Apfellogo besitzen und dafür einige Nutzungsrechte von der Beatles-Plattenfirma Apple Corps Ltd. lizenzieren wird.

Apple entsorgt nicht verkaufte Modelle des Lisa in einer Mülldeponie in Logan, Utah.

Macintosh Portable (1989)
Macintosh Portable (1989)

Apple führt den Macintosh Portable ein. Das Gerät wiegt rund sieben Kilogramm und wurde zunächst ohne eine Hintergrundbeleuchtung am Bildschirm ausgeliefert. Der Portable wurde daher seinem Namen kaum gerecht und verkaufte sich nicht gut.

1990

Steve Jobs bringt die NeXTstation für 4.995 auf den Markt, ein Jahr nach der Vorstellung des Betriebssystems NeXTstep OS

1991
Apple zieht Konsequenzen aus dem Portable-Debakel und bringt das viel leichtere und kompaktere PowerBook 100, das erste echte Mac-Notebook, auf den Markt.

1992
Mit der Subnote-Familie PowerBook Duo setzt Apple neue Zeichen. Eine Docking-Station sorgt dafür, dass etliche Schnittstellen im PowerBook Duo selbst nicht vorhanden sein müssen, um Gewicht und Platz zu sparen.

Apple und Novell starten das Projekt „Star Trek, mit dem man das Macintosh-Betriebssystem auf Intel-Hardware zum Laufen bringen möchte. Ein erstes Proof-of-Concept wird erstellt. Das Projekt wird allerdings 1993 wieder aufgegeben.

Microsoft bringt Windows 3.1 auf den Markt und macht Apple immer stärker Konkurrenz.

1993

Michael Spindler
Michael Spindler

Apple liefert die ersten Power Macintosh-Modelle aus. In diesen Rechnern steckt nicht mehr ein 680×0-Prozessor von Motorola, sondern die moderneren PowerPC-Chips, die von Motorola und IBM produziert werden.

Apple bringt zum Macworld Expo in Boston im August 1983  den PDA Apple Newton auf den Markt. Das futuristische Gerät erweist sich geschäftlich als wenig erfolgreich, weil wichtige Features wie die Handschriftenerkennung nur mäßig funktionieren. Der Newton-Flop untergräbt auch die Machtstellung von Apple-CEO John Sculley.

Michael Spindler, der bei Apple „The Diesel“ genannt wird, löst  Sculley als Chef von Apple ab. Sculley bleibt zunächst Chairman.

1994
Der erste „DOS-kompatible“ Mac, der Quadra 610, wird vorgestellt. Er enthält eine zweite Hauptplatine und weitere Komponenten, um darauf parallel zum Mac OS auch DOS und frühe Windows-Versionen laufen lassen zu können. Es folgen noch eine Handvoll Macs, die ebenfalls „DOS-kompatibel“ sind.

Apple lizenziert sein Betriebssystem Mac OS an ausgewählte Mac-Klon-Hersteller wie Power Computing oder Umax. Dabei behält Apple die Kontrolle über wesentliche Bestandteile des Hardware-Designs, das von den Lizenznehmern verwendet wird.

Unter dem Code-Namen „Copland“ startet Apple den ersten Versuch, sein in die Jahre gekommenes Betriebssystem zu ersetzen.

In der Betriebbsystemsversion Mac OS 7.5 führt Apple die Tools Mac Easy Openu und PC-Exchange ein. Sie ermöglichen den Austausch von Disketten und Dateien mit PCs unter DOS oder Windows.

1995
Power Computing liefert die ersten Mac-Klones aus: Power, PowerWave und PowerCurve.

1996
Das PowerBook 1400 wird das erste Mac Notebook, das mit einem internen optischen Laufwerk ausgeliefert wird.

Apple friert Entwicklung von Copland ein und beginnt mit der Suche nach Unternehmen, die ein technologisches Fundament für die nächste Generation eines Betriebssystems liefern können. In die engere Auswahl gerät die Firma Be Inc., die von ehemaligen Apple-Manager Jean-Louis Gassée gegründet worden war. Das Unternehmen hatte das BeOS entwickelt.
Apple-CEO Michael Spindler wird durch Gil Amelio ersetzt.

1997
Apple führt den Power Mac G3 ein. Es ist der erste Mac mit dem PowerPC G3-Prozessor. Zum zwanzigsten Gründungtag von Apple erscheint der Twentieth Anniversary Mac. In einem All-in-one-Design verbaut Apple erstmals einen LCD-Flat-Panel-Bildschirm für Desktop-Macs. Der Jubiläums-Mac kostet stolze 7.500 Dollar. Dafür erhalten die Kunden ein Setup durch einen Concierge-Service. Später sinkt der Preis des „Spartacus“ deutlich.

Apple entscheidet sich überraschend gegen BeOS und übernimmt NeXT, um das NeXT-Betriebssystem OpenStep als Basis für das eigene neue Betriebssystem zu verwenden. Dieser Deal bringt auch Steve Jobs zu Apple zurück, zunächst als Berater.
Apple kündigt Rhapsody, den Code-Namen für das neue Mac OS auf Basis von NeXT OpenStep, für Entwickler an.
Apple veröffentlicht Mac OS 8. Unter diesem Namen sollte ursprünglich das Copland-System veröffentlicht werden. Da die Klon-Lizenz Vereinbarungen an Mac OS 7.x gebunden sind, bedeutet dieser Schritt den Anfang vom Ende der Mac-Klon-Ära.

Gil Amelio tritt als Apple-CEO zurück und macht den Platz and der Spitze des Konzerns für Steve Jobs frei.

1998
Steve Jobs baut das Angebot von Apple um, verabschiedet sich von Produkten wie dem Apple Newton und führt den iMac als Eckpfeiler der Apple-Produktpalette ein. Es ist der erste Mac mit einem USB- und SCSI-Anschluss.

Der erste iMac (1997)
Der erste iMac (1997)

Umax stellt den letzten Mac-Klone, den SuperMac, ein.

1999
Der Power Mac G3 Blue & White wird eingeführt. Das clevere Tower-Design mit einer leicht zu öffnenden Verriegelung, den Mac so leicht wie aufzurüsten oder zu reparieren.

Die erste iBook greift das farbenfrohe Design des iMacs auf und soll die Position von Apple im Bildungsmarkt wieder neu aufbauen.

 

Die Macintosh-Hardware wird mit einem Multimedia-Softwarepaket ausgeliefert: Im Oktober 1999 wurde zunächst iMovie vorgestellt, mit der man bequem Heimvideos bearbeiten konnte. Später kamen iDVD für die semi-professionelle DVD-Produktionen hinzu. Mit iPhoto, Garage Band und iWeb wurde dann das iLife-Paket geschnürt: Der Mac entwickelte sich damit zum „Hub“ (Verteilstation) des digitalen Lebens.

2000
Der Power Mac G4 Cube wird eingeführt. Er überrascht mit einem ungewöhnlichen Würfel-Design und kommt als Desktop-Rechner komplett ohne Lüfter aus. Der hohe Preis und die schlechten Erweiterungsmöglichkeiten schrecken allerdings viele Käufer ab.

Power Mac G4 Cube (2000)
Power Mac G4 Cube (2000)

Apple veröffentlicht die erste Beta-Version von Mac OS X,. Es ist das erste Mal, dass Apple ein solches Pre-Release-Produkt der Öffentlichkeit zugänglich macht. Dieser Schritt ermöglicht Apple, auf öffentliche Kritik zu reagieren und beispielsweise die Entfernung des Apple-Menüs in der finalen Version von Mac OS X wieder rückgängig zu machen.

2001
Apple öffnet seinen erstes Einzelhandelsgeschäft. Mit dem Apple Store wendet sich das Unternehmen direkt an die Verbraucher.

Mit dem PowerBook G4 führt Apple Metallgehäuse für seine High-End-Notebooks ein. Zunächst verwendet Apple Titan, später ab 2003 Aluminium.

Die zweite Generation der iBooks nimmt Abschied vom bunten Design der ersten Baureihe. Die Verbraucher-Notebooks haben von nun an einfarbige Gehäuse (weiß, später auch schwarz). Erst mit dem Unicase der MacBook im Herbst 2008 erhalten auch die Low-End-Modelle ein Alugehäuse.

Mac OS X wird freigegeben. Später im Jahr erscheint die Aktualisierung Mac OS X 10.1. Das Apple-Betriebssystem konkurriert mit Windows XP, das von Microsoft ebenfalls im Jahr 2001 gelauncht wurde.

Steve Jobs stellt am 23. Oktober 2001, nur wenige Wochen nach den verheerenden Anschlägen in New York und Washington, den ersten iPod vor, zunächst als Mac-only Media Player.

Apple bringt den ersten Flat-Panel iMac mit einem Schwenk-Arm-Design auf den Markt. Dieser Rechner erinnert viele an eine Schreibtisch-Lampe.

2002
Mac OS X 10.2 wird freigegeben. Mit diesem Release gelingt dem neuen Mac-System in der Macintosh-Szene der Durchbruch.

2003
Apple stellt Xserve vor, seine ersten Server für ein 19-Zoll-Rack.

Mac OS X 10.3 Panther wird eingeführt. Das System bietet eine native Unterstützung für den Zugang zu Windows File- und Print-Sharing.

Der eMac wird eingeführt. Ursprünglich für den Bildungsmarkt konzipiert, wird dieser All-in-one-Mac später auch in anderen Märkten angeboten und als letzte Mac mit einem Röhrenbildschirm verkauft.

Mit dem 17-Zoll-PowerBook G4 bietet Apple als erster Hersteller ein Notebook mit einem so großen Bildschirm an.

2004
Im Sommer kündigt Steve Jobs seinen Mitarbeitern an, dass er an einem gefährlichen Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt war und erfolgreich operiert werden konnte. In der Rekonvaleszenz-Phase übernimmt COO Tim Cook vier Wochen lang das Ruder bei Apple. Zur Entwicklerkonferenz WWDC im August 2004 tritt Jobs wieder öffentlich auf.

2005
Mac OS X 10.4 wird Tiger freigegeben.

Apple bringt mit dem Mac mini einen äußerst kompakten Desktop-Rechner auf den Markt. Er ähnelt im Konzept dem G4 Cube, ist sogar noch kleiner aber viel preiswerter.

Am 12. Juni 2005 hielt Apple-Gründer Steve Jobs eine Rede vor Absolventen der Stanford-Universität. Er hatte gerade eine erfolgreiche Krebsbehandlung überstanden. Nie wieder sprach Jobs so offen über sein Leben.

2006
Apple stellt auf der Macworld Expo im Januar die ersten Macs mit Intel-Prozessoren vor. Die ersten verfügbaren Intel-Macs sind der iMac und das MacBook Pro. Den Übergang auf die neue Prozessor-Platform von Intel schließt Apple in allen Produktlinien bis zum Ende des Jahres ab.

iMac mit Intel-CPU (2006)
iMac mit Intel-CPU (2006)

Neu sind auch Apple Boot Camp (Beta) sowie Virtualisierungs-Tools von Parallels und VMware, die es erlauben, auf der Apple-Hardware Windows laufen zu lassen.

2007
Apple bringt das iPhone und Apple TV auf den Markt, die beide mit Varianten von Mac OS X laufen.

Das erste iPhone von Apple (2007)
Das erste iPhone von Apple (2007)

Während Apple mit dem iPhone gleich einen Volltreffer landet, bleibt die Settopbox Apple TV zunächst nur ein „Hobby“ für Unternehmenschef Steve Jobs – ohne große Resonanz bei den Kunden.

Mac OS X 10.5 Leopard wird ausgeliefert und am ersten Wochenende zwei Millionen Mal verkauft.

2008
Das MacBook Air ist das leichteste und dünnste Mac-Notebook, das Apple jemals produziert hat.

Das neue iPhone 3G unterstützt UMTS und ist mit einem GPS-Empfänger ausgestattet.

Apple bringt eine neue Generation der MacBooks auf den Markt, deren Gehäuse aus einem Aluminium-Block gefräst wurden.

2009
Apple sagt die weitere Teilnahme an der Macworld Expo ab. Statt des erkrankten Steve Jobs zeigt Marketingchef Phil Schiller beim letzten Messeauftritt nur neue Versionen der Softwarepakete iLife und iWork sowie ein neues 17-Zoll-MacBook im neuen Gehäusedesign.

Apple bietet im iTunes Store fast nur noch Musik ohne Kopierschutz an, nachdem sich die vier großen Musiklabel mit einer Online-Auslieferung ohne DRM einverstanden erklärt haben.

2010

Steve Jobs präsentiert das iPad
Steve Jobs präsentiert das iPad

Steve Jobs stellt am 27. Januar 2010 in San Francisco das iPad vor. Apple war nicht die erste Firma, die einen Tablet Computer auf den Markt brachte. Doch im Gegensatz zu den Flops, die beispielsweise Microsoft-Chef Bill Gates in den neunziger Jahren mit seinen Versuchen erlebte, erzielte das iPad zum Marktstart am 3. April 2010 aus dem Stand einen großartigen Erfolg.

Am 7. Juni 2010 erlebt dann das iPhone 4 seine Premiere (Marktstart 24. Juni). Auch wenn das neue Design der Antenne bei einer bestimmten Griffhaltung Empfangsprobleme bereitete, wurde auch dieses Gerät zu einem Kassenschlager.

Im Oktober 2010 durchbrach die Apple-Aktie erstmals die Schwelle von 300 Dollar.

2011
Steve Jobs kündigt am 17. Januar 2011 in einer E-Mail an sein Team erneut eine Auszeit aus medizinischen Gründen an. Die Tagesgeschäfte übernimmt Tim Cook. Jobs unterbricht seine Auszeit allerdings drei Mal: Am 2. März stellt er das iPad 2 vor, mit dem Apple den Siegeszug im Segment der Tablet-Computer fortsetzt. Auf der WWDC 2011 stellt er vor Entwicklern im Juni 2010 das Konzept von iCloud vor und präsentiert einen Abend später vor dem Cupertino Council die Pläne für ein neues Hauptquartier, den Apple Campus 2.

Apple Campus 2 - © Apple Inc. - Foster + Partner
Apple Campus 2 – © Apple Inc. – Foster + Partner

4. Oktober: Tim Cook und Phil Schiller stellen auf dem Event „Let’s Talk iPhone“ das iPhone 4S vor, nicht aber das von vielen Fans erwartete iPhone 5 mit einem neuen Design. Das neue iPhone ist deutlich schneller als das iPhone 4 und beinhaltet die neuartige Spracherkennungs- und Sprachsteuerungssoftware Siri. Äußerlich gleicht es aber dem iPhone 4.

5. Oktober 2011: Apple-Mitbegründer Steve Jobs stirbt im Alter von 56 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Fünf Tage nach dem Tod von Jobs überholt Apple den Öl-Multi Exxon Mobil als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt.

2012

19.Januar 2012: Apple will mit einer breit angelegten Kampagne den Bildungsmarkt in den USA umkrempeln. Digitale Textbooks auf dem iPad sollen die herkömmlichen Bücher an Schulen und Unis ablösen

7. März 2012: Tim Cook als neuer Apple-CEO präsentiert die dritten Generation des iPads in San Francisco. Das neue iPad, so Apples Sprachgebrauch im Marketing, unterscheidet sich vom iPad 2 vor allem durch das höher auflösende Display (2048 × 1536 Bildpunkte), mehr Rechenleistung und die Datenübertragungstechnik LTE. In Deutschland kann die LTE-Technik allerdings nicht verwendet werden, da die hierzulande für LTE verwendeten Frequenzbänder nicht unterstützt werden. Die ebenfalls neu verbaute UMTS-Erweiterung HSPA+ ist allerdings auch in Deutschland verfügbar.

25. Juli 2012: Auf der Entwicklermesse WWDC stellt Apple das neue Mac-Betriebssystem OS X Mountain Lion (10.8) vor.

Phil Schiller zeigt das neue iPhone 5. Foto: Kyoto/EPA
Phil Schiller zeigt das neue iPhone 5. Foto: Kyoto/EPA

12. September 2012: Phil Schiller und Tim Cook präsentieren das neue iPhone 5, das mit iOS 6 läuft. Am 21. September 2012 kommt die neue iPhone-generation in Deutschland und am 28. September 2012 in Liechtenstein, Österreich und der Schweiz auf den Markt.

23. Oktober 2012: Apple stellt die vierte iPad-Generation vor („iPad mit Retina-Display“). Neben dem hoch auflösenden Retina-Bildschirm wird das neue iPad mit einem A6X-Chip von Apple ausgestattet. Der klassische iPad-Connector wird durch einen Lightning-Anschluss ausgewechselt. Die Geräte kommen am 2. November in 35 Ländern, darunter USA, Deutschland und Großbritannien auf den Markt.

26. Oktober 2012: Apple hat im Ende September abgeschlossenen vierten Quartal seines Geschäftsjahres seinen Umsatz von 28,3 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 36 Milliarden US-Dollar steigern können. Der Nettogewinn wuchs nach 6,6 Milliarden Dollar im Vorjahr auf stattliche 8,2 Milliarden Dollar (8,67 Dollar pro Aktie). Die Börse ist trotzdem nicht zufrieden, denn die Investoren hatten noch mehr Umsatz und Gewinn erwartet. Der Kurs pendelt um die 600 Dollar.

2013

25. Januar 2013: Apple kündigt Zulieferer in China wegen zu junger Arbeiter. Apple-Chef Tim Cook löst damit sein Versprechen ein, stärker auf die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern zu achten. 2012 gab es mehr Inspektionen. Dabei wurden in einer Fabrik in China auch über 70 Arbeiter im Alter unter 16 Jahren entdeckt.

25. Januar 2013: Die Apple-Aktie rutscht ab: Der Ölmulti ExxonMobil ist wieder wertvollste Firma.

11. Februar 2013: Erste Hinweise in der US-Presse (NYT und WSJ) auf eine Computeruhr von Apple.

20. März 2013: Apple wirbt den bisherigen Technik-Chef des Software-Spezialisten Adobe, Kevin Lynch, ab. Später wird bekannt, dass er sich um das Apple-Watch-Programm kümmert.

2. April 2013: nach einer Kampagne in staatlichen Medien in China wegen „Arroganz“ muss Apple-Chef Tim Cook öffentlich bei den chinesischen Kunden entschuldigen. Der Kotau zahlt sich später aus. Am 23. Dezember 2013 wird berichtet, dass das iPhone zum weltgrößten Mobilfunk-Konzern China Mobile kommt.

17. April 2013: Die Sorge der Börsianer vor schwachen iPhone- und iPad-Verkäufen lässt die Aktie von Apple auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr fallen. Das Papier notiert in New York um 6 Prozent im Minus bei 398,11 Dollar. Das letzte Mal hatte das Papier zuvor im Dezember 2011 unter der markanten 400-Dollar-Schwelle gelegen.

23. April 2013: Apple verbucht nach einem beispiellosen Erfolgslauf den ersten Gewinnrückgang seit fast zehn Jahren. Der iPhone-Konzern erzielt mit 9,5 Milliarden Dollar (7,3 Mrd Euro) zwar immer noch den vierthöchsten Quartalsgewinn seiner Geschichte. Im Jahresvergleich bedeutete das jedoch ein Minus von gut 18 Prozent.

1. Mai 2013: Über Apple geht ein wahrer Geldregen nieder. Durch den Verkauf von Anleihen hat sich der iPhone- und iPad-Hersteller insgesamt 17 Milliarden Dollar beschafft (13 Mrd Euro) und damit so viel wie kein anderes US-Unternehmen zuvor auf einen Schlag. Das Geld soll in den Rückkauf eigener Aktien und in Dividenden fließen. So will Apple seinen schwächelnden Kurs aufpäppeln.

Apple-Fans und Kunden warten auf die Öffnung des Apple Stores am Ku'damm in Berlin.
Apple-Fans und Kunden warten auf die Öffnung des Apple Stores am Ku’damm in Berlin. Foto: Britta Pedersen/dpa

3. Mai 2013: Nach zweijähriger Bauzeit eröffnet Apple den ersten Berliner Apple Store und das größte Kundenbetreuungszentrum in Europa am Kurfürstendamm. Das denkmalgeschützte Gebäude war im Oktober 1913 als eines der ersten Kinos in Berlin gebaut worden. In dem renovierten Kinosaal des ehemaligen Union-Palastes finden nicht nur Kundenveranstaltungen, sondern auch Konzerte und Kultur-Events statt.

21. Mai 2013: Apple hat nach Untersuchungen des US-Senats durch ein komplexes Netz an Auslandsfirmen Milliarden Dollar an Steuerzahlungen in den USA und anderen Ländern vermieden. Ein Senatsausschuss kommt zu dem Schluss, dass Apple durch das clevere System bei vielen Einnahmen nirgendwo steuerpflichtig sei. Der Konzern betont, stets im Rahmen der Gesetze zu handeln.

3. Juni 2013: Apple muss sich wegen des Vorwurfs illegaler Preisabsprachen bei E-Books vor einem New Yorker Gericht verantworten. Nach Einschätzung des amerikanischen Justizministeriums haben Apple und fünf US-Verlage zum Start des iPad-Tablets künstlich und zum Schaden der Verbraucher höhere Preise für digitale Bücher durchgesetzt. Die Verlage gingen inzwischen millionenschwere Vergleiche mit der US-Regierung ein, nur Apple wehrt sich weiter gegen die Anschuldigungen.

10. Juni 2013: Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2013 sagt Apple seinen Rivalen im Smartphone-Markt mit einer radikal erneuerten iPhone-Software den Kampf an. Die neue Version iOS 7 sei die größte Veränderung seit dem Start des iPhone 2007, sagte Apple-Chef Tim Cook. Mit iOS 7 kommen zahlreiche neue Funktionen und eine deutlich veränderte Optik. Unter den weiteren WWDC-Ankündigungen sind eine komplette Neuauflage des Profi-Computers Mac Pro, eine neue Version des Mac-Systems OS X und ein Internet-Radio zum Anhören von Musik übers Internet. Einige Neuerungen wirken wie ein Gegenentwurf zur Google-Welt mit dem führenden Smartphone-System Android.

10. September 2013: Apple bringt erstmals ein etwas günstigeres neues iPhone zusätzlich zu einem Top-Modell auf den Markt. Der Konzern stellte auf seinem jährlichen Smartphone-Event das iPhone 5C mit einem Gehäuse aus Kunststoff in bunten Farben vor. Zusammen mit einem neuen Spitzen-Modell ersetzt es am 20. September das ein Jahr alte iPhone 5. Die Top-Version mit dem Namen iPhone 5S kann jetzt Benutzer am Fingerabdruck erkennen. Dafür ist ein Scanner im typischen runden Knopf unter dem Bildschirm versteckt.

15. Oktober 2013: Von britischer Eleganz zu iPhones und iPads: Die Chefin der Modemarke Burberry wird künftig die über 400 Apple Stores führen. Angela Ahrendts wechselt im Frühjahr zu Apple. Sie ist direkt Firmenchef Tim Cook unterstellt wird und auch die Online-Stores beaufsichtigen. Der Chefposten bei Apples Einzelhandels-Bereich war rund ein Jahr lang unbesetzt, nachdem Ahrendts Vorgänger John Browett nach nur wenigen Monaten geschasst worden war.

22. Oktober 2013: Apple verteidigt seine Spitzenposition im Tablet-Markt mit einer neuen iPad-Generation. Das große Modell wurde deutlich dünner, leichter und leistungsstärker gemacht. Deshalb bekam es den neuen Beinamen iPad Air. Äußerlich wurde das große Modell mit schmalen Seitenrändern an das Design des kleineren iPad mini angepasst. Es ist jetzt nur noch 7,5 Millimeter dick statt zuvor 9,4 Millimetern. Das Gewicht wurde von 700 auf 500 Gramm gesenkt. Der Preis beginnt wie bisher bei 499 Dollar. Marktstart ist am 1. November. Das iPad mini wurde wie erwartet mit einem Display mit höherer Auflösung aufgerüstet. Es hat jetzt genauso viele Pixel im Bildschirm wie das große Modell. Beide Versionen bekamen den gleichen schnellen Chip, den Apple in sein Flaggschiff-Smartphone iPhone 5s einbaut. Der Preis für das einfachste Modell des iPad mini stieg mit den Verbesserungen von 329 auf 399 Dollar.

28. Oktober 2013: Die neuen iPhone-Modelle kurbeln das Geschäft von Apple wieder an. Im vierten Geschäftsquartal von Juli bis September 2013 stieg der Umsatz um 4 Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel allerdings auch wegen höherer Entwicklungs- und Marketingkosten zum dritten Mal in Folge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum büßte Apple hier 9 Prozent auf unterm Strich 7,5 Milliarden Dollar ein.

21. November 2013: Im Dauer-Patentverfahren gegen Samsung in Kalifornien bekommt Apple einen Großteil der hohen Schadenersatz-Zahlung bestätigt. Die ursprüngliche Summe von gut einer Milliarde Dollar sank nach einem zweiten Prozess um rund 100 Millionen. Samsung hatte eine drastische Reduzierung verlangt. Es steht allerdings noch ein Berufungsverfahren an. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, müsste Samsung insgesamt knapp 930 Millionen Dollar an Apple überweisen. In dem am Donnerstag abgeschlossenen zweiten Prozess sprachen die Geschworenen Apple rund 290 Millionen Dollar zu – deutlich weniger als die ursprüngliche Forderung nach einem Milliarden-Schadenersatz.

12. Dezember 2013: Das zentrale Bezirksgericht in Seoul weist eine Schadenersatzklage des weltgrößten Smartphone-Herstellers Samsung gegen Apple ab. Samsung hatte dem iPhone-Konzern in dem Fall vorgeworfen, drei Patente auf Technologien für mobile Kurznachrichten-Anwendungen verletzt zu haben.

2014

24. Januar 2014: Bei Wall Street Journal tauchen die ersten Gerüchte auf, dass Apple ein größeres iPhone bauen will.

10. Februar 2014: Der Showdown zwischen Apple-Chef Tim Cook und Großaktionär Carl Icahn für die Apple-Hauptversammlung wird abgeblasen. Icahn lässt seine Forderung fallen, Apple solle den laufenden Aktienrückkauf auf 50 Milliarden Dollar in diesem Geschäftsjahr aufstocken. Zuvor hatte er Gegenwind von einer einflussreichen Aktionärsberatung bekommen.

28. Februar 2014: – Im Dauerstreit um Patente in der Mobilfunkbranche weist das Landgericht Mannheim eine Milliardenklage gegen Apple ab. Zum gleichen Ergebnis kam eine weitere Kammer des Gerichts in einem ähnlichen Verfahren gegen den Handy-Hersteller HTC, bei dem noch kein Schadenersatz, sondern nur die Feststellung einer Patentverletzung gefordert war. Der unterlegene Patentverwerter IPCom kündigte umgehend Berufung gegen diese Urteile an.

31. März 2014: Der zweite große Patentprozess von Apple und Samsung in den USA beginnt im kalifornischen San José. Apple wirft Samsung in dem Verfahren die Verletzung von fünf Patenten vor. Unter den zehn betroffenen Geräten des südkoreanischen Smartphone-Marktführers ist das Smartphone Galaxy S3. Samsung nimmt im Gegenzug mit zwei Patenten neun Apple-Modelle ins Visier, darunter sind das iPhone 5 und das iPad 4.

23. April 2014: Das iPhone kann sich gegen den wachsenden Konkurrenzdruck behaupten und beschert Apple wieder Zuwächse bei Umsatz und Gewinn beschert. Der Konzern verkaufte im zweiten Geschäftsquartal 2014 (Januar-März) 43,7 Millionen seiner Smartphones. Das war mehr als die meisten Analysten erwartet hatten. Der Umsatz in dem Ende März abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal stieg dadurch im Jahresvergleich um 4,7 Prozent auf 45,6 Milliarden Dollar. Der Quartalsgewinn lag bei 10,2 Milliarden Dollar. Das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

3. Mai 2014: Apple erzielt auch im zweiten Patentprozess gegen Samsung in Kalifornien einen Erfolg, bekommt aber viel weniger Geld als gefordert. Die Geschworenen sprechen dem iPhone-Konzern knapp 120 Millionen Dollar zu. Apple wollte gut 2,2 Milliarden Dollar Schadenersatz haben. Zwei von fünf Apple-Patenten in dem Prozess fanden die Geschworenen nicht verletzt. Der erste kalifornische Patentprozess war für Apple deutlich besser ausgegangen. In ihm hatten die Geschworenen Apple im August 2012 rund eine Milliarde Dollar Schadenersatz zugesprochen. Die Summe wurde später auf 930 Millionen Dollar reduziert. Alle Vorwürfe von Samsung wurden abgewiesen. Das Berufungsverfahren steht aber noch aus.

Apple kauft Beats. Foto; Foto: Maximilian Schönherr, dpa
Apple kauft Beats. Foto; Foto: Maximilian Schönherr, dpa

28. Mai 2014: Apple kauft für insgesamt drei Milliarden Dollar den Kopfhörer-Hersteller Beats. Die Begründer von Beats, der Hip-Hop-Star Dr. Dre und der einflussreiche Musikproduzent Jimmy Iovine, werden künftig zum Apple-Topmanagement gehören. Beats ist für seine Kopfhörer mit dem markanten roten «b» bekannt und startete unlängst auch einen Streaming-Dienst für Musik.

16. Juli 2014: Apple vereinbart eine Partnerschaft mit IBM, um stärker ins Geschäft mit Unternehmen vorstoßen. Mehr als 100 neue Apps für iPhone und iPad sollen verschiedene Geschäftsprozess abbilden, wie die einstigen Rivalen ankündigten. IBM wird zudem speziell auf Apple-Geräte angepasste Cloud-Dienste anbieten sowie seinen Kunden iPhones und iPads verkaufen.

6. August 2014: Apple und Samsung beenden ihren Patentstreit außerhalb der USA. Die gegenseitigen Klagen werden in allen Ländern außer dem Heimatmarkt des iPhone-Konzerns fallengelassen. Dazu gehören auch die Verfahren vor deutschen Gerichten. Die Entscheidung kommt überraschend, obwohl sich die Gemüter zuletzt bereits deutlich beruhigt hatten.

19. August 2014: Kurz vor dem Start der neuen iPhones reißen sich Anleger um Apple-Aktien: Erstmals seit zwei Jahren kostete ein Anteilsschein des Konzerns am Dienstag wieder mehr als 100 Dollar. Im New Yorker Handel kletterte der Kurs bis auf 100,49 Dollar. Das Allzeithoch wurde im September 2012 bei mehr als 700 Dollar markiert. Das war allerdings, bevor das Unternehmen seine Anteilsscheine aufteilte, um sie attraktiver für Kleinanleger zu machen. Unter Berücksichtigung der Aktiensplits liegt der Rekord bei 100,72 Dollar.

7. September 2014: Apple heuert mit Marc Newson einen weltbekannten Industriedesigner an. Newson werde zum Team von Apples Chefdesigner Jony Ive gehören, berichtete das Magazin „Vanity Fair“ unter Berufung auf Apple. Newson entwarf im Lauf seiner Karriere so unterschiedliche Gegenstände wie Uhren, Schmuck, Möbel, Taschenlampen, Küchenutensilien, die Innenausstattung von Flugzeugen und Mode. Unter seinen Auftraggebern waren der Sportwarenhersteller Nike und der Autobauer Ford, einige Arbeiten sind im Museum of Modern Art in New York ausgestellt.

9. September 2014: Apple zündet zum traditionellen Smartphone-Event im Herbst ein Neuheiten-Feuerwerk: Der Konzern stellt eine Computeruhr und neue größere iPhones vor. Ein iPhone-Bezahldienst soll die Brieftasche ersetzen. Konzernchef Tim Cook präsentierte die seit langem erwartete Apple Watch, die verschiedene Smartphone-Funktionen übernehmen soll. Die Uhr ist der erste Vorstoß des Konzerns in eine neue Produktkategorie seit dem iPad-Tablet vor über vier Jahren. Außerdem stellte Apple zwei iPhone-Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen und ein mobiles Bezahlsystem vor, das der herkömmlichen Brieftasche Konkurrenz machen soll.

16. Oktober 2014: Apple stellt eine verbesserte iPad-Generation vor. Die neuen Geräte bekamen den vom iPhone bekannten Fingerabdruck-Sensor und schnellere Chips. Das größere Modell Apple Air 2 wurde zudem 18 Prozent dünner gemacht. Es sei das dünnste Tablet auf dem Markt, betont Marketingchef Phil Schiller. Außerdem stellt der Konzern einen neuen iMac-Schreibtisch-Computer mit einer drastisch erhöhten Bildschirm-Auflösung vor. Der iPhone-Bezahldienst Apple Pay startet zunächst nur in den USA.

21. Oktober 2014: Das iPhone 6 erweist sich für Apple vom Start weg als Geldmaschine. Apple verdiente im 4. Geschäftsquartal 2014 (Juli-September) knapp 8,47 Milliarden Dollar. Das waren 12,7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal – das stärkste Wachstum seit fast zwei Jahren. Den Ausschlag gab vor allem der Rekordstart des iPhone 6 knapp zwei Wochen vor dem Ende des vierten Geschäftsquartals im September. Zudem verkaufte Apple so viele Mac-Computer wie noch nie in einem Vierteljahr.

Apple-Chef Tim Cook auf der AllThingsD - D10. Foto: Asa Mathat/All Things Digital
Apple-Chef Tim Cook auf der AllThingsD – D10. Foto: Asa Mathat/All Things Digital

30. Oktober 2014: Apple-Chef Tim Cook outet sich als homosexuell. „Ich bin stolz, schwul zu sein“, schrieb der 53-Jährige in einem Beitrag für das amerikanische Wirtschaftsmagazin „Businessweek“. Viele Kollegen bei Apple wüssten das bereits. Er hoffe, dass sein Schritt anderen helfen oder sie inspirieren werde. Cook hatte sich bisher nie öffentlich dazu geäußert.

2015

27. Januar 2015: Der Erfolg des iPhone 6 und ein enormer Boom in China bescheren Apple einen Rekordgewinn von 18 Milliarden Dollar. Soviel hat noch nie ein Unternehmen weltweit in einem Quartal verdient. Der Konzern verkaufte im Weihnachtsgeschäft 74,5 Millionen iPhones – fast die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz im Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal wuchs um fast 30 Prozent auf 74,6 Milliarden Dollar. Der Apple-Gewinn sprang mit den umgerechnet 15,9 Milliarden Euro im Jahresvergleich um mehr als 38 Prozent hoch. Die Aktie erklimmt zwei Tage später ein neues Allzeithoch von 120 Dollar.

24. April 2015: Die Smartwatch Apple Watch kommt auf den Markt. Wegen der großen Nachfrage und eines Engpasses in der Lieferkette vertreibt Apple den Handgelenk-Computer zunächst nur online und einigen ausgewählten Mode-Boutiquen.

30. Juni 2015: Apple startet einen eigenen Musikstreaming-Dienst, Apple Music. Außerdem macht Apple Anbietern wie Spotify und Pandora mit einem Internet-Radio (Beats One) sowie einem sozialen Netzwerk für Musikliebhaber und Künstler (Apple Connect) Konkurrenz.

9. September 2015: Auf dem jährlichen iPhone-Event erweitert Apple erstmals seit dem Start des ersten iPhone 2007 die Art, wie ein berührungsempfindliches Smartphone-Display bedient wird. Durch die Stärke des Drucks bei „3D Touch“ kann man zum Beispiel zusätzliche Informationen oder Menüs aufrufen. Auch Entwicklern von Spielen bietet das neue Möglichkeiten. Äußerlich sehen das neue iPhone 6S und das größere 6S plus genauso aus wie die aktuellen 6er-Modelle. Die Technik wurde jedoch stark erneuert. Die Chips sind schneller, die Kamera hat jetzt 12 Megapixel und kann auch Video in besonders hoher Ultra-HD-Qualität aufnehmen. Zudem bestehen die Gehäuse aus einer neuen Aluminium-Legierung.

9. September 2015: Tim Cook präsentiert auf dem iPhone-Event auch eine Neuauflage der Fernseh-Box Apple TV, auf der nun Apps aus dem iTunes Store installiert werden können. Außerdem nimmt einen großen Tablet Computer („iPad Pro“) mit einem 12,9 Zoll großem Retina-Display ins Programm auf.

10. November 2015: Apple macht seinen Streaming-Musikdienst Apple Music gut vier Monate nach dem Start auch für Nutzer des Google-Betriebssystems Android verfügbar.

2016

26. Januar 2016: Erneut eine Rekord-Bilanz: Apple hat die iPhone-Verkäufe im  Weihnachtsgeschäft zwar kaum noch steigern können. Der Absatz legte um  0,4 Prozent auf 76,8 Millionen Geräte zu. Das reichte allerdings, um knapp einen neuen Rekordgewinn von 18,4 Milliarden (17 Milliarden Euro) zu erzielen. Apple erreichte die Marke von einer Milliarde aktiver Kunden. Der Konzern sitzt jetzt auf einem Geldberg von 216 Milliarden Dollar.

2. Februar 2016: Der Alphabet-Holding um den Suchmaschinen-Riesen Google läuft Apple für einen Tag den Rang als teuerstes Unternehmen der Börsenwelt ab. Die Apple-Aktie ist seit Monaten wegen schwacher Prognosen für den künftigen iPhone-Absatz und Meldungen über das schwächere Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft unter Druck. Die Apple-Aktie erholt sich im Frühjahr 2016 allerdings wieder und liegt damit wieder klar vor Alphabet.

Der Börsenwert von Apple und Alphabet (März 2015 - März 2016)
Der Börsenwert von Apple und Alphabet (März 2015 – März 2016)

17. Februar 2016: Apples Bekenntnis zu unknackbarer Verschlüsselung wird auf die bisher härteste Probe gestellt: Ein US-Gericht fordert bei Apple Hilfe beim Entsperren des iPhones eines der Attentäter von San Bernardino ein. Damit eskaliert die aktuelle Debatte um Verschlüsselung und Terrorbekämpfung, und der Konzern gerät massiv unter Druck. Apple-Chef Tim Cook kündigte Widerstand gegen die Forderung an. Sie sei ein «beispielloser Schritt, der die Sicherheit unserer Kunden gefährdet», schrieb er in einem offenen Brief.

Streit um eine Entsperrung des iPhone: Demonstranten protestieren vor dem FBI-Hauptquartier in Washington, DC, gegen die Forderungen der Ermittler. Foto: Michael Reynolds / EPA
Streit um eine Entsperrung des iPhone: Demonstranten protestieren vor dem FBI-Hauptquartier in Washington, DC, gegen die Forderungen der Ermittler. Foto: Michael Reynolds / EPA

21. Februar 2016: Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ruft zum Boykott von Apple auf, bis der Konzern einlenkt. Nach dem FBI fordert auch das US-Justizministerium, Apple müsse den Ermittlern helfen, den Passwortschutz des Telefons auszuhebeln. IT-Konzerne wie Alphabet/Google, Microsoft, Facebook und Twitter solidarisieren sich mit Apple.

21. März 2016: Apple weicht im Smartphone-Geschäft seine langjährige Hochpreis-Strategie auf und führt erstmals ein neues kleineres iPhone mit aktueller Technik ein. Das iPhone SE sieht äußerlich aus wie das iPhone 5 – enthält aber diverse Technologien der aktuellen größeren Modelle der 6er-Serie wie den schnelleren Prozessor, eine 12-Megapixel-Kamera und einen NFC-Chip unter anderem für mobile Bezahlsysteme wie Apple Pay. Außerdem führt Apple ein kleines iPad Pro mit einem 9,7-Zoll-Display ein, das damit die Abmaße des iPad Air 2 hat.

19 comments

  1. 2010
    Das iPhone 4 wird veröffentlicht, unteranderem mit einem neuen Displaydesign und mit der möglichkeit ohne Einschränkungen in Echtzeit mit anderen Iphones per Videounterhaltung in Kontakt zu treten.

  2. Das Ipad wird veröffentlicht.

  3. Ich stecke derzeit mitten in einem Umzug. Wenn der über die Bühne gegangen ist, werde ich die Listen hier aktualisieren.

  4. eine tolle website

  5. am 5 Oktober wird das iphone 4s veröffentlicht.

  6. @Tim Ich habe das aktualisiert. Es war aber der 4.10.2011. Am 5.10. ist Steve Jobs gestorben.

  7. Steve Jobs – Ein Mann der die Welt verändern konnte.

  8. es fehlt noch die veröffentlichung vom itv, iphone5, iphone5s, iphone5c

  9. die Geschichte von Appel geht immer noch weiter bis …

  10. Stefan Kahrmanns

    Es fehlt die Zäsur von 10.6 auf 10.7; Wegfall von Rosetta. Da sind viele Mac-User der ersten Stunde abgesprungen/ausgestiegen

  11. Hallo ich möchte fragen ob ich die photos für eine präsentation in der schule benutzen darf? Danke im vorraus

  12. Ja, ich habe nichts dagegen. Bitte Mac-History.de als Quelle angeben.

  13. Ja dankeschön Ihnen wünsche ich noch einen schönen tag

  14. Jetzt fehlen noch: Apple TV 4, Apple Watch, iPad Pro, iPhone 6S und iPhone 6S Plus

  15. Danke das hat mir bei meinem referat sehr geholfen

  16. Danke das hat mir eine gute Zensur eingebracht!!

  17. Moin Christoph,
    dürfte ich die Inhalte und Bilder deines Beitrages für eine Englisch Präsentation verwenden?
    Quelle würde selbstverständlich angegeben werden.

  18. Ja, kein Problem. Viele Grüße aus Berlin, Christoph

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