Am 5. Oktober 2011 ist Steve Jobs seinem Krebsleiden erlegen. Zum Todestag des Apple-Gründers erinnert Apple-CEO Tim Cook in einem Video auf der Homepage von Apple an die Höhepunkte des Wirkens seines Vorgängers.
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1995 arbeitete Bob Cringely an seiner TV-Serie über die Entwicklung des PC. In diesem Rahmen führte er ein denkwürdiges langes Interview mit Steve Jobs. Damals leitete Jobs die Nischen-Computerfirma NeXT, die er nach seiner Trennung von Apple gegründet hatte. Im Gespräch gibt sich Jobs schlagfertig und offenherzig — ein visionärer Pionier auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft, der bereits die digitale Zukunft voraussah, zu der er später entscheidend beigetragen hat.
Continue Reading...Das österreichische Fernsehen ORF würdigt in der Ausgabe des TV-Magazins “Newton” vom 10. Oktober 2011 den verstorbenen Apple-Mitbegründer Steve Jobs.
1995 hatte Apple keinen guten Lauf. Konkurrent Microsoft zog mit dem Start von Windows 95 in einem bislang unbekannten Ausmaß Aufmerksamkeit auf sich. Der große technologische Vorsprung, den Apple mit seinem Macintosh-System gegenüber DOS und den ersten Windows-Versionen aufgebaut hatte, war fast vollständig aufgebraucht. Aber auch in dieser Phase entwickelten Apple-Entwickler Visionen, die in diesem Film zur Rolle der Technologie in der Bildung vorgestellt werden. In dem Film ist auch ein Konzept eines Tablet-Computers zu sehen, der mit einem Stift bedient wird und zum Video-Chat taugt. Das hat Apple im wirklichen Leben erst 16 Jahre später mit dem iPad 2 auf die Reihe bekommen.
Dies ist meine persönliche Auswahl der wichtigsten öffentlichen Auftritte von Steve Jobs, die häufig im Rahmen von Macworld-Keynotes abliefen:
Warnung vor “Big Brother” IBM und Preview des Macintosh-Werbespots (Herbst 1983)
Im Herbst 1983 führte Steve Jobs vor Mitarbeitern von Apple den berühmten “1984″-Werbespot für den ersten Apple Macintosh vor und stimmte sein Team auf bevorstehenden Launch des Macs ein. Das große Feindbild war damals nicht Microsoft, sondern IBM.
Präsentation des Apple Macintosh (24. Januar 1984)
Bühne der wohl bedeutendsten Produkt-Einführung von Apple war nicht eine Messe wie die Macworld Expo, sondern die Aktionärsversammlung der Apple Computer Inc. am 24. Januar 1984. Jobs rezitierte Bob Dylan und ließ sich von dem ersten Mac als sein “geistiger Vater” feiern.
Demo NeXTSTEP Release 3 (1992)
1985 verließ Steve Jobs im Streit mit dem damaligen Apple-CEO John Sculley, die Firma, die er mitbegründet hatte. Aus seinem Aktienvermögen finanzierte er dann seinen Einstieg ins Animationsfilm-Geschäft (Pixar) und baute eine neue Computerfirma (NeXT) auf. NeXT blieb der große kommerzielle Durchbruch versagt, aber das Betriebbsystem NeXTSTEP (hier eine Video-Demo aus dem Jahr 1992) war bahnbrechend. Etliche dieser Innovationen landeten später zusammen mit Steve Jobs wieder bei Apple und wurden Bestandteil von Mac OS X.
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In diesem Video aus dem Jahr 1997 erläutert Apple-Chef Steve Jobs die Kampagne “Think Different”:
(Unsere neue Anzeigen-Kampagne) honoriert die Leute, die die Welt verändert haben. Einige von ihnen leben, andere nicht mehr. Aber auch bei denjenigen, die nicht mehr leben, können wir sicher sei, dass sie einen Mac genommen hätten, wenn sie mit einem Computer gearbeitet hätten.
Außerdem sagte Jobs:
Das ist eine komplizierte Welt. Es ist eine sehr laute Welt. Und wir erhalten nicht die Chance, dass die Leute viel über uns erinnern. Keine Firma hat diese Möglichkeit. Deshalb müssen wir uns sehr klar darüber sein, was wir wünschen, dass die Leute von uns wissen sollen
Der Sound des Videos lässt etwas zu wünschen übrig. Aber trotzdem ein sehenswertes Dokument aus der Geschichte von Apple Computer.
Und so sah dann der TV-Spot aus:
Die Kampagner “Think different” sollte der Welt beweisen, dass Apple noch nicht tot ist, wie manche Beobachter angesicht der enormen wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Apple damals argwöhnten. “Wir müssen beweisen, dass Apple noch am Leben ist”, sagte Jobs, “und dass Apple immer noch für etwas ganz Besonderes steht.”
Die 60 Sekunden dauernde Originalversion lautete so:
Here’s to the crazy ones. The misfits. The troublemakers. The round pegs in the square holes. The ones who see things differently. They’re not fond of rules. And they have no respect for the status quo. You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them. About the only thing you can’t do is ignore them. Because they change things. They push the human race forward. And while some of us may see them as the crazy ones, we see genius. Because the people who are crazy enough to think they can change the world … are the ones who do.
(Ein Hoch auf die Verrückten. Auf die Nonkonformisten. Die Rebellen. Die Unruhestifter. Die Unangepassten. Die Querdenker. Sie halten nichts von ehernen Gesetzen. Sie sind nicht gewillt, den Status quo zu respektieren. Man kann sie zitieren, ihnen widersprechen, sie verherrlichen oder verteufeln. Nur ignorieren kann man sie nicht. Weil sie die Welt verändern. Sie treiben die Menschheit an. Auch wenn manche sie für verrückt halten, sehen wir die Genialität. Denn die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie würden die Welt verändern … sind diejenigen, die es tun werden.)
















