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30 Jahre Apple Macintosh – Der mobile Erfolg (2008-2014)

30 Jahre Apple Macintosh – Teil 8

Noch erfolgreicher als mit Desktops und Workstations ist Apple seit Jahren mit seinen Notebooks. Das ist vor allem dem ultraportablen MacBook Air zu verdanken, das im Januar 2008 Premiere als „dünnstes Notebook der Welt“ feierte.

MacBook Air (2008)
MacBook Air (2008)

Es ist bemerkenswert, auf welche Ignoranz dieses Konzept beim damaligen Microsoft-Chef Steve Ballmer stieß. Der Software-Konzern hatte den taktischen Fehler begangen, den ehemaligen Apple-Evangelisten Guy Kawasaki als Moderator der Microsoft-Entwicklerkonferenz Mix’08 einzuladen. Kawasaki, der heute als Berater, Buch-Autor und Risikokapitalgeber arbeitet, quälte den Microsoft-Boss mit Fragen zum missglückten Betriebssystem Windows Vista, das Ballmer in diesem Interview noch vehement verteidigte, später aber als größten Fehlgriff in der Microsoft-Geschichte geißelte. Um nicht zu lange Zeit mit dem unangenehmen Thema „Vista“ verbringen zu müssen, startete Ballmer einen Entlastungsangriff auf das MacBook Air. Allerdings hatte Ballmer die Schlagfertigkeit seines Gegenübers unterschätzt:

Die ersten Modelle des MacBook Air bot Apple noch mit herkömmlicher Festplatte an, seit Ende 2010 kommen im MacBook Air nur noch SSD-Speicher zum Einsatz, die maßgeblich zur guten Performance des Geräts beitragen.

Obwohl die meisten Komponenten von Intel stammten, schaffte es der Chip-Hersteller erst drei Jahre nach der Premiere des MacBook Air, mit dem Ultrabook-Konzept ein Spezifikation für die Hersteller von Windows-Notebooks zu veröffentlichen, damit diese bei Features wie Akkulaufzeit, Gewicht oder dem Aufwachen aus einem Stromsparmodus halbwegs mit dem Apple-Produkt mithalten konnten. Verstummt ist inzwischen auch die Kritik am Verzicht auf ein optisches Laufwerk im MacBook Air, weil es mittlerweile viele Notebook-Hersteller bei ihren Ultralight-Modellen ebenfalls weglassen.

In den USA hält Apple mit dem MacBook Air die versammelte Ultrabook-Konkurrenz in Schach und erreicht inzwischen regelmäßig über 50 Prozent Marktanteil bei den besonders leichten Modellen. Schaut man sich den gesamten PC-Markt an, liegen die Anteile von Apple deutlich niedriger, weil es selbst mit dem Mac mini kein Angebot für die Preisregion um die 500 Euro gibt. Immerhin liegt Apple in seinem Heimatland mit einem Marktanteil von 13,4 Prozent hinter HP und Dell auf Platz drei. In Deutschland, wo die Computerkäufer stärker auf den Preis schauen als in den USA, ist Apple dagegen noch nicht in den Top-5 vertreten, sondern landet den aktuellen Zahlen des Marktforschungsinstituts Gartner zufolge mit 6,3 Prozent auf Platz 7.


Weiterlesen: Teil 9: Die Zukunft des Macs

30 Jahre Apple Macintosh

Teil 1: Von der Vision zum Launch (1980-1984)
Teil 2: Der Fehlstart (1984-1985)
Teil 3: Auf dem Weg in die Nische (1986 – 1994)
Teil 4: Der Mac in der System-Krise (1994-1997)
Teil 5: Der Neuanfang mit Steve Jobs (1997-2001)
Teil 6: Der iMac als Digital Hub (2001-2014)
Teil 7: Mac Pro (2006-2014)
Teil 8: Der mobile Erfolg (2008-2014)
Teil 9: Die Zukunft des Macs

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