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Mai
25
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Power Macintosh Mirror
Allgemein
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Power Mac G4
Power Mac „Mirrored Drive Doors“ (kurz „MDD“), offiziell übersetzt: „Verspiegelte Laufwerksblenden“ oder „zwei Laufwerksabdeckungen“
Im Sommer 1999 wurden als Nachfolger des blauweißen G3 gleich zwei Modelle des Power Mac G4 angekündigt: Eine Version mit PCI-Grafik und eine mit AGP-Grafik (so Apples offizielle Unterscheidung).
Der Power Mac G4 hatte die gleiche Gehäuseform wie der blauweiße G3, war aber in tranluzentem Kunststoff und silberfarbenen Seitenflächen gehalten. Diese Farbzusammenstellung wurde „graphite“ genannt. Die Modelle besaßen den PowerPC 7400-Prozessor (auch „G4“ bezeichnet, daher die Apple-Bezeichnung „Power Mac G4“) von Motorola mit AltiVec (Apple-Jargon: Velocity Engine). Einige Programme von Apple, wie zum Beispiel iDVD oder GarageBand, setzen den G4-Prozessor (oder einen neueren) grundsätzlich voraus.
Beim Modell mit PCI-Grafik („Yikes“) lag der Unterschied zum Vorgängermodell (G3 „Yosemite“) einzig in der Verwendung des G4-Prozessors. Die Grafikkarte war nach wie vor eine 16 MB ATI Rage 128 im PCI-Slot und die Hauptplatine („Logic Board“) baugleich mit der des Vorgängers. Der Rechner wurde zunächst mit 400 MHz angeboten, aber wegen Problemen mit der schnellsten Serie (siehe nächster Absatz) wurden nach kurzer Zeit alle G4 mit 50 MHz weniger verkauft. Die PCI-G4 liefen deswegen mit 350 MHz. Genau wie der Yosemite G3 verfügten die Rechner über USB-und Firewire-Schnittstellen. Es wurde gemutmaßt, dass Apple noch eine größere Menge von Hauptplatinen des Vorgängermodells weiterverwenden wollte, und so wurde das „Yikes“-Modell auch bis Ende 1999 ausverkauft. Somit mussten Yikes-Käufer mit einem veralteten IDE-Controller mit UDMA-33 und dem gegenüber dem Yosemite nicht veränderten FSB-Takt von 100 MHz vorlieb nehmen.
Das Modell mit AGP-Grafik („Sawtooth“) war etwas später erhältlich. Eigentlich wollte Apple zunächst Varianten anbieten, eine einfache mit 450 MHz und eine besser ausgestattete mit 500 MHz. Weil Motorola die 500 MHz-CPU nicht in ausreichenden Mengen liefern konnte, stufte Apple alle G4-Rechner im September 1999 (kurz nach der Markteinführung) um 50 MHz herunter. Die AGP-Modelle waren demnach lediglich mit 400 und 450 MHz zu haben, das PCI-Modell (siehe vorheriger Absatz) mit 350 MHz. Erst im Februar 2000 lieferte Apple die G4-Macs mit den ursprünglich angekündigten Taktfrequenzen von 450 und 500 MHz aus.
Ab Juli 2000 erhielt der G4 mit der Bezeichnung „Gigabit Ethernet“ erstmals einen Gigabit-Ethernet-Anschluss und die Möglichkeit, die Apple-Flachbildschirme (15?, 17? und 22?, später auch 20? und 23?) im Acryl-Design mit dem ADC-Anschluss der Grafikkarte zu verbinden. Der Vorteil des ADC-Anschlusses besteht in der Verbindung des Video-Signals (DVI), der Stromversorgung und des USB-Signals in einem einzigen Kabel. Bis zur vorletzten Power-Mac-G5-Baureihe (Early 2005) gab es die Möglichkeit, den ADC-Anschluss ohne Adapter zu nutzen.
Der FSB des „AGP Graphics“ und des „Gigabit Ethernet“ lief mit 100 MHz (erst ab „Digital Audio“ mit 133 MHz). Die neue Hauptplatine war speziell für den G4-Prozessor und dessen Busprotokoll entwickelt worden, der Rechner daher deutlich schneller als das Modell mit PCI-Grafik. Als IDE-Controller wurden die Festplatten mit UDMA-66 angesprochen. Es gab auch für die beiden USB-Anschlüsse jeweils einen eigenen Controller, während beim Yikes die zwei USB-Anschlüsse von nur einem Controller versorgt wurden. Dadurch konnten ab AGP-Grafik beide USB-Anschlüsse gleichzeitig mit voller Geschwindigkeit genutzt werden.
Der letzte der graphit-farbenen G4-Rechner war der „Digital Audio“. Dieser besaß nun keinen Mikrofonanschluss mehr, sondern neben den Lautsprecher-Anschluss einen aktiven Apple-Pro-Speaker-Anschluss (2,5 mm Klinke, vierpolig). Weiterhin hatte der G4 erstmals einen 4 × AGP-Steckplatz.
Spätere Modelle waren häufig mit zwei Prozessoren ausgestattet, da der Prozessorhersteller Motorola die Taktraten des PowerPC 74xx (alias G4) über mehrere Jahre hindurch nur marginal steigern konnte und sich dadurch der Leistungsabstand zu Intel-kompatiblen PCs zunehmend vergrößerte. Das Dualprozessor-Konzept sollte diese Lücke verkleinern. Später wurden PowerPC-Prozessoren auch von IBM hergestellt.
Eine Sonderform des Power Mac G4 war der Power Mac G4 Cube, der mit seinem lüfterlosen Konzept sowie seiner würfelförmigen äußeren Form in einem Kunststoffgehäuse eine völlige Neuentwicklung darstellte. Allerdings hatte der Computer Konstruktionsfehler, die sich darin äußerten, daß das Gehäuse häufig Spannungsrisse erlitt und der Cube mit Hitzeproblemen zu kämpfen hatte. Zudem war er sehr teuer und schlecht erweiterbar. Heute ist der Cube ein gefragtes Sammlerstück.
Auch der Power Mac G4 „Digital Audio“ stellte eine Besonderheit Apples für den Markt der digitalen Musikbearbeitung dar, auf dem Apple nach wie vor eine Sonderrolle spielt.
Der erste Power Mac, der nicht mehr Mac OS 9 booten konnte, war das 2003 erschienene Modell mit FireWire-800-Unterstützung. Aufgrund der großen Nachfrage nach Mac-OS-9-Bootfähigkeit legte Apple danach den dual-boot-fähigen (Mac OS 9 und Mac OS X) „Mirrored Drive Doors“ mit geringen Modifikationen wieder auf, der bis etwa Mitte 2004 verkauft wurde.
Der Doppelprozessor-Mac „FW 800“ (2003) mit 1,42 GHz war der leistungsfähigste Power Mac G4, der je von Apple gebaut worden war. Ausgestattet mit einem mit 167 MHz getakteten Front Side Bus und dem 2 MB großen L3-Cache pro Prozessor soll er von den Leistungsdaten her mit einem niedrig getakteten Power Mac G5 (1,6 GHz) vergleichbar sein.
Speziell die Sawtooth-Hauptplatine erwies sich als sehr zukunftsträchtig, u. a. da die CPU-Platine gesockelt war. So kann ein ursprünglich mit einem G4 von 400 MHz ausgerüsteter Rechner aktuell (Oktober 2007) mit zwei G4-Prozessoren (7448) mit je 1,8 GHz bestückt werden. Auch für den AGPx2-Steckplatz gab es leistungsfähigere Grafikkarten, bis hin zur ATI 9800. Eine Aufrüstung auf 2 GB RAM, Serial-ATA-Festplatten und USB-PCI-Erweiterungskarten ist ebenso möglich.
Der letzte Mac mit G4-Prozessor war der Mac mini, wie der Cube ein Kompaktcomputer. Im Gegensatz zum teuren Cube, der die gleiche Leistung wie die Tower-Modelle brachte, handelt es sich beim Mac mini um ein vergleichsweise preiswertes Einstiegsmodell. So war der PowerPC mini ausschließlich mit dem G4-Prozessor zu haben; die G5-CPUs blieben den teureren und größeren Apple-Computern vorbehalten. Gespart wurde auch an der Ausstattung, im Gegensatz zu allen anderen Macs lieferte Apple den mini ohne Tastatur und Maus aus. Den Mac mini G4 gab es zunächst mit 1,25 und 1,42 GHz Taktfrequenz. Die kleinere Variante hatten eine 40 GByte große Festplatte und ein CD-Combodrive (DVDs lesen, CDs lesen und schreiben). Die 1,42 GHz-Version hatte einen CD/DVD-Brenner und eine 80 GByte große Festplatte, außerdem waren Bluetooth und Airport bereits eingebaut. Ein Kritikpunkt war, dass das Gerät nur zwei USB-Anschlüsse hatte. Der Mac mini mit Intel-CPU (seit 2006 produziert) verfügt daher über vier USB-Anschlüsse. Als positiv wird empfunden, dass der Mac mini sehr leise ist; der eingebaute Lüfter springt nur bei intensiver Nutzung des Rechners an.
Mac OS X 10.5 Leopard setzt einen CPU-Takt von mindestens 867 MHz voraus. Somit sind Installationen von Leopard auf langsameren Modellen nicht mehr vorgesehen. Dennoch ist dies z. B. mit einem zweiten schnelleren Rechner über den Target-Modus möglich
Modellübersicht Power Mac G4
Außer für die Hauptplatinen gibt es auch für die Rechner, um die verschiedenen Modelle auseinanderhalten zu können, Bezeichnungen, die zwar inoffiziell sind, aber von Apple stammen:
Tower-Gehäuse:
- 1999: „PCI Graphics“ („Yikes“), offiziell übersetzt: „PCI-Grafikkarte“
- 1999: „AGP Graphics“ („Sawtooth“), offiziell übersetzt: „AGP-Grafikkarte“
- 1999: „Gigabit Ethernet“
- 2001: „Digital Audio“
- 2001: „Quicksilver“
- 2002: „Quicksilver 2002“
- 2002: „Mirrored Drive Doors“ (kurz „MDD“), offiziell übersetzt: „Verspiegelte Laufwerksblenden“ oder „zwei Laufwerksabdeckungen“
- 2003: „FW 800“ oder „MDD FW 800“
- 2003: „Mirrored Drive Doors 2003“
Kompaktgehäuse:
- 2000: Cube
- 2005: Mac mini
Quelle:
Seite „Apple Power Macintosh“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. Juni 2009, 07:45 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Apple_Power_Macintosh&oldid=60760748 (Abgerufen: 9. Juni 2009, 06:56 UTC)
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